28.11.2024

ADAC erklärt: Dicke Winterkleidung kann Sicherheitsrisiken im Auto bergen

Der ADAC Hessen-Thüringen warnt vor den Sicherheitsrisiken, die das Tragen von dicker Winterkleidung im Auto mit sich bringen kann. Vor allem der korrekte Gurtverlauf wird durch voluminöse Jacken beeinträchtigt, was die Schutzfunktion des Gurtes erheblich mindert.

In einer aktuellen Pressemitteilung vom 27. November 2024 weist der ADAC darauf hin, dass das Tragen von dicker Winterkleidung beim Autofahren die Beweglichkeit der Fahrerinnen und Fahrer einschränke und somit die Sicherheit gefährde. Laut Oliver Reidegeld, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen, müsse der Sicherheitsgurt eng am Körper anliegen, um im Ernstfall seine volle Schutzfunktion entfalten zu können. Winterjacken mit dicker Wattierung führten jedoch dazu, dass der Gurt verrutscht und somit keinen ausreichenden Halt biete.

Bereits ein abruptes Abbremsen bei einer Geschwindigkeit von knapp 20 km/h, wie es bei einem Auffahrunfall im Stadtverkehr vorkommt, könne schwerwiegende Verletzungen der Weichteile wie Darm, Leber oder Milz verursachen und zu inneren Blutungen führen. Daher empfiehlt der ADAC, die Jacke vor der Fahrt auszuziehen oder zumindest zu öffnen, damit der Gurt eng am Körper verlaufen kann.

Besonderes Augenmerk legt der ADAC auf Kinder, die in ihrem Sitz oder in der Babyschale ohne Jacke angeschnallt werden sollten. Oliver Reidegeld rät dazu, die ausgezogene Jacke über die Kinder zu legen, um ein Frieren zu vermeiden. Zusätzlich könnten kleine Mitfahrer mit einer kuscheligen Decke gewärmt werden.

Neben dicken Winterjacken stellt der Rest der Winterkleidung ebenfalls ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. So können Mützen und Schals die Sicht beeinträchtigen, gefütterte Handschuhe bieten keinen festen Griff am Lenkrad, und klobige Stiefel oder Schneeschuhe erschweren den feinfühligen Umgang mit Gas und Bremse.

Der ADAC empfiehlt daher, beim Autofahren auf geeignete Kleidung zu achten, um die Sicherheit aller Insassen zu gewährleisten.

Quelle: Pressemitteilung vom 27. November 2024
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

Kommentare