Ampelregelung auf der „Trasse“: Verkehrsbehörde informiert Gemeinde Gerstungen nicht
Auf der als „Trasse“ bekannten Landesstraße zwischen Oberellen und Gerstungen ist eine Ampelregelung eingerichtet worden. Mit dieser Maßnahme soll der Verkehr auf dem durch einen Mauerbruch beschädigten Streckenabschnitt sicherer geführt und die Gefahr von Unfällen im Begegnungsverkehr reduziert werden.
Die Gemeinde Gerstungen zeigte sich über den Ablauf der Informationsweitergabe unzufrieden. Wie Bürgermeister Daniel Steffan erklärte, sei die Gemeindeverwaltung erneut weder vom zuständigen Landesamt für Bau und Verkehr noch von der Straßenverkehrsbehörde über die aktuelle Maßnahme in Kenntnis gesetzt worden. Steffan mahnte, dass gerade im Umgang mit der beschädigten Strecke eine bessere Kommunikation notwendig sei.
Laut Steffan bietet die Ampellösung eine pragmatische Antwort auf die entstandenen Risiken: „Die Ampelregelung ist eine vernünftige Entscheidung. Damit reduziert sich die Unfallgefahr erheblich.“ Er warnte jedoch davor, dass weitere Einschränkungen, wie etwa Gewichtsbeschränkungen, insbesondere den Lkw- und Busverkehr treffen würden.
Als Grundursache der Situation sieht der Bürgermeister eine langjährige Vernachlässigung der Straße durch die Behörden. Steffan betonte, dass sich „über 30 Jahre Untätigkeit des Freistaates Thüringen“ nun bemerkbar machten und forderte, Mittel künftig effektiver in nachhaltige Ausbaumaßnahmen zu investieren.
Ob und in welchem Umfang zusätzliche Maßnahmen oder Einschränkungen für die Verbindung bevorstehen, bleibt laut Gemeindeverwaltung bislang unklar. Die betroffene Straße ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen in der Region.
Quelle: Instagram @gerstungen744 vom 17.12.2025
Foto: Instagram @gerstungen744
Veröffentlicht am 17.12.2025 11:34 von Christian Wolf, Redakteur
Kommentare