Amphibienwanderung in Eisenach: NABU bittet Autofahrer um Rücksicht
Mit dem Beginn der Amphibienwanderung in Thüringen ruft der NABU Autofahrerinnen und Autofahrer dazu auf, in den Abendstunden besonders vorsichtig zu fahren. Erste Molche, Erdkröten und Grasfrösche wurden bereits an Amphibienzäunen eingesammelt und sicher über die Straßen gebracht. Die Wanderung der Tiere startet meist bei Temperaturen ab etwa 6 Grad Celsius und feuchter Witterung, vor allem in der Dämmerung. Ein Kälteeinbruch kann die Wanderbewegung jedoch jederzeit unterbrechen.
Jedes Jahr werden auf dem Weg zu den Laichgewässern zahlreiche Amphibien im Straßenverkehr getötet. Der NABU empfiehlt, an bekannten Amphibienwechseln die Geschwindigkeit auf maximal 30 km/h zu reduzieren, um die Tiere zu schützen. Bereits bei höheren Geschwindigkeiten kann der Luftsog der Fahrzeuge für die Tiere tödlich sein, selbst wenn sie nicht direkt überfahren werden. Besonders betroffen sind dabei Straßenabschnitte im ländlichen Raum und an Waldrändern, wie sie auch im Wartburgkreis häufig vorkommen.
Freiwillige Helferinnen und Helfer sind in den kommenden Wochen wieder im Einsatz, um Amphibienzäune zu betreuen und Tiere sicher über die Straße zu tragen. Der NABU weist darauf hin, dass umsichtiges Fahren nicht nur die Tiere, sondern auch die ehrenamtlichen Helfenden schützt, die oft in der Dämmerung unterwegs sind.
Die Amphibienwanderung ist ein wiederkehrendes Naturschauspiel, das auch in der Umgebung von Eisenach und im Wartburgkreis regelmäßig zu beobachten ist. Die Region ist bekannt für ihre vielfältigen Wanderwege und Naturschutzgebiete, die Lebensraum für zahlreiche Tierarten bieten. Wer sich für die Natur vor der eigenen Haustür interessiert, findet in der Region zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zum Schutz der heimischen Artenvielfalt beizutragen.
Quelle: Pressemitteilung vom 05.03.2026
Foto: NABU
Veröffentlicht am 05.03.2026 15:31 von Christian Wolf, Redakteur
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