Auto fährt in Kirmesfest in Niederdorla: 5 leicht Verletzte – Veranstalter ruft zur Besonnenheit auf
In Niederdorla im Unstrut-Hainich-Kreis ist am Samstagabend ein Mann mit einem Auto in eine Kirmesveranstaltung gefahren. Dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei gegen 23 Uhr im Außenbereich einer Gaststätte, in der die Kirmes stattfand.
Nach Angaben der Behörden war der 41-Jährige bereits zuvor im Ort durch auffälliges Fahrverhalten aufgefallen. Die Polizei hatte nach ihm gesucht, nachdem Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen wurde. Als die Beamten eine Kontrolle durchführen wollten, setzte der Mann seine Flucht mit einem anderen Fahrzeug fort und fuhr letztlich auf die Menschenmenge zu. Fünf Personen erlitten leichte Verletzungen, nachdem sie dem herannahenden Fahrzeug ausweichen mussten. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige weiter, konnte jedoch nach einer Fahndung von der Polizei vorläufig festgenommen werden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Ein politisches Motiv schließt die Polizei nach bisherigen Erkenntnissen aus. Weitere Zeugen werden derzeit vernommen. Am Montag soll entschieden werden, ob gegen den Beschuldigten Haftbefehl erlassen wird.
Trotz des Vorfalls fand die Kirmes am Sonntag wie geplant statt. Der Bürgermeister der Gemeinde Vogtei, Thomas Golebniak, zeigte sich über das Geschehen bestürzt. Die ausrichtende „Rechnungsgesellschaft Niederdorla“ erklärte in sozialen Medien, es habe sich um einen „unschönen Zwischenfall“ gehandelt. Die Berichterstattung in einigen Medien sei aus Sicht der Gesellschaft jedoch „überspitzt dargestellt“. Den Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut.
Quelle: MDR THÜRINGEN vom 22.09.2025
Veröffentlicht am 22.09.2025 09:50 von Marcus Schütz, Fachredakteur
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