Automobile Schätze neu entdeckt: Restaurierung von Fahrzeugmodellen in Eisenach belebt Ost-Autogeschichte
Die automobile welt eisenach hat einen bedeutenden Schritt zur Bewahrung ostdeutscher Automobilgeschichte unternommen: Das Museum präsentiert nach intensiven Restaurierungsarbeiten und umfassender Neupräsentation erneut historische Fahrzeugmodelle und Prototypen aus den 1960er und 1970er Jahren, die die Entwicklung legendärer Wartburg-Modelle greifbar machen.
Seit geraumer Zeit zeigt das Museum Prototypen und Designstudien des einstigen VEB Automobilwerks Eisenach. Nach Angaben des Museumsteams ermöglichen die großzügigen Schauvitrinen den Besucherinnen und Besuchern, die Entstehungsprozesse von Nachfolgefahrzeugen anhand von Modellen aus Holz und Plastilin zu verfolgen. Wie berichtet wird, spielen dabei renommierte Formgestalter wie Hans Fleischer, Claus Dietel, Hans Lehmann, Manfred Dempwolf und insbesondere Rudolf Eberhard Heinig eine zentrale Rolle in der Präsentation der Entwürfe.
Im vergangenen Jahr wurden drei Fahrzeugmodelle im Maßstab 1:5, die eng mit Eberhard Heinig verbunden sind, für eine Sonderausstellung an das Museum in Borna ausgeliehen. Diese kehrten nun von dort zurück und boten nach Darstellung der Museumsleitung den Anlass, die Ausstellungsflächen technisch und optisch zu überarbeiten.
Besonders hervorgehoben wird die Rückkehr des Prototyps ZE 1100 von 1972, der von Heinig selbst umfassend restauriert wurde. Das aufbereitete Modell zeigt sich nach Museumsangaben nun mit neuem Glanz und dokumentiert einerseits den Formenwandel, andererseits den hohen Anspruch damaliger ostdeutscher Konstrukteure.
Nach der Rückgabe der Exponate besuchte Eberhard Heinig das Museum in Eisenach und begutachtete gemeinsam mit seinem früheren Kollegen Manfred Dempwolf weitere erhaltene Modelle. Im Rahmen dieses Besuchs fiel laut Museum die Entscheidung, einen gemeinsamen Entwurf von Heinig und Hans Fleischer zum nächsten Restaurierungsprojekt zu ernennen. Damit wolle man ein weiteres aussagekräftiges Zeugnis ostdeutscher Automobilbaukunst für die Öffentlichkeit bewahren und zugänglich machen.
Aus Sicht der Museumsexperten wird auf diese Weise nicht nur das technikgeschichtliche Erbe des Automobilstandorts Eisenach gesichert, sondern auch der kreative Prozess der Automobilentwicklung für Besucherinnen und Besucher anschaulich dargestellt. Mit der erneuten Restaurierung sei ein weiterer Meilenstein zur Bewahrung ostdeutscher Designgeschichte gesetzt worden.
Quelle: AWE vom 24.06.2025
Fotos: AWE Eisenach
Veröffentlicht am 25.06.2025 09:37 von Christian Wolf, Redakteur



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