Bachdenkmal am Frauenplan: Stadt setzt Umbau mit neuen Stufen und Bänken fort
Rund um das Bachdenkmal am Frauenplan wird weiter gebaut: Die Stadt setzt die Umgestaltung des Platzes fort, schafft neue Sitzmöglichkeiten und verbessert den Zugang zum Bachhaus. Bis Mitte September 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – rechtzeitig vor dem Bach-Geburtstag im März 2027 und dem Bachfest der Neuen Bachgesellschaft im Oktober 2027.
Im nächsten Bauabschnitt entsteht rund um die Bronze-Statue eine neue, denkmalschutzgerechte Pflasterfläche. Darauf werden mehrere Sitzbänke aufgestellt. Damit die Bänke sicher stehen und Regenwasser ablaufen kann, wird eine ebene Fläche mit leichtem Gefälle angelegt. Zwischen dem Denkmal und der Treppenanlage in Richtung Frauenplan sind dafür drei zusätzliche Stufen geplant.
Auf der Seite des Bachhauses werden die neuen Stufen so geführt, dass sie niveaugleich zum Museumseingang verlaufen. Menschen mit Gehhilfen, Rollstühlen oder Kinderwagen sollen den Bereich damit besser nutzen können. Ein vollständig barrierefreier Ausbau ist laut Stadt wegen der starken Hanglage am Frauenplan nicht möglich.
Die Neugestaltung geht auf einen Entwurf des Eisenacher Architekten Max von Trott zu Solz zurück. Bereits in einem ersten Bauabschnitt wurden die frühere Natursteinmauer, der schmiedeeiserne Zaun und die Rasenfläche um das Denkmal entfernt. Der Rückbau der Grünfläche soll die Bronze-Skulptur besser vor Feuchtigkeit schützen und das Wachstum von Flechten und Krusten eindämmen.
Der schmiedeeiserne Zaun mit dem Bach-Monogramm stammt aus der Werkstatt des Eisenacher Kunstschmieds Günther Laufer. Er wurde mit Unterstützung des Förderkreises zur Erhaltung Eisenachs restauriert und steht künftig hinter dem Denkmal. Dort begrenzt er das Beet entlang der Stützmauer, die zur Treppenanlage gehört.
Für die Sanierung der Stützmauer wird ein Teil der Steine aus der früheren Umfriedung des Denkmals wiederverwendet. Übrig bleibendes Material ist für künftige Arbeiten an Stützmauern im Bereich des Kartausgartens vorgesehen. Das neue Pflaster orientiert sich an der bereits vorhandenen Fläche auf dem kleinen Platz und wird von einer beauftragten Baufirma verlegt.
Die Idee, Besucherinnen und Besucher direkt auf einer gepflasterten Fläche um das Denkmal laufen zu lassen, knüpft an die ursprüngliche Gestaltung an. Der Stuttgarter Bildhauer Adolf von Donndorf schuf die Bronze-Skulptur, die als erstes figürliches Bachdenkmal gilt. Finanziert wurde sie im 19. Jahrhundert durch Spenden eines Denkmal-Komitees, zu dessen Unterstützern unter anderem Johannes Brahms, Hans von Bülow, Franz Liszt und Königin Victoria von England gehörten. Die Einweihung fand am 27. September 1884 statt.
Aktuell hat das Bachhaus Spenden für die neuen Sitzbänke gesammelt. Auf jeder Bank wird eine Plakette mit den Namen der Geldgeber angebracht. Zusätzlich erhält das Denkmal eine Beleuchtung, die sowohl die Bach-Statue als auch das in die Stützmauer eingelassene Relief der heiligen Cäcilie – Schutzpatronin der Kirchenmusik – in den Abendstunden hervorhebt.
Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Laut Stadt sollen sie bis Mitte September 2026 beendet sein. Dann ist das Umfeld des Denkmals rechtzeitig für zwei große Termine vorbereitet: den Bach-Geburtstag am 21. März 2027 und das 101. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft, das vom 22. bis 31. Oktober 2027 in Eisenach stattfindet. Oberbürgermeister Christoph Ihling betont, dass mit der Neugestaltung sowohl das Umfeld des Denkmals als auch die Aufenthaltsqualität unmittelbar am Bachhaus verbessert werde und Bachfreunde dem Komponisten künftig noch näher kommen können.
Bereits zuvor war der Start der Umgestaltung des Frauenplans rund um das Bachdenkmal bekanntgegeben worden. Damals stand vor allem die Sanierung der Natursteinmauern, das Zurücksetzen von Mauern und Gitter sowie die denkmalgerechte Wiederherstellung des Platzes im Vordergrund. Mit dem nun laufenden Bauabschnitt rückt die Nutzung des Ortes als Aufenthalts- und Begegnungsraum stärker in den Fokus.
Quelle: Pressemitteilung vom 25.08.2026
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 25.08.2026 14:47 von Christian Wolf, Redakteur
Kommentare
Jawoll, immer weiter zupflastern die Stadt!