Bad Liebenstein: Stadtplatz am Neuen Kurpark soll bis Oktober fertig sein
In Bad Liebenstein rücken die Arbeiten am neuen Stadtplatz am Neuen Kurpark in die nächste Phase. Nachdem der erste Bauabschnitt im Bereich des Zugangs von der Herzog-Georg-Straße und der künftigen Gastronomie-Terrassen weitgehend abgeschlossen ist, steht nun die Vergabe für den zentralen Platzbereich an. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten im Juni 2026 starten und der neue Stadtplatz bis Oktober 2026 fertiggestellt sein.
Den ersten Abschnitt mit den Flächen am Eingang von der Herzog-Georg-Straße und den angrenzenden Terrassen hat die Firma Bauservice Krause umgesetzt. Nur ein kleiner Bereich am Hochbeet ist noch offen, weil das benötigte Pflastermaterial aktuell nicht lieferbar ist. Die Stadt verweist auf anhaltende Lieferengpässe auf dem Baustoffmarkt, die auch mit internationalen Krisen wie dem Krieg im Iran zusammenhängen.
Sobald das fehlende Material eintrifft, sollen die Restarbeiten am Hochbeet abgeschlossen und eine Lösung für die noch offenen Bereiche der Hochbeete umgesetzt werden. Danach können die neu gestalteten Terrassenflächen für die Gastronomie freigegeben werden. Für Gäste und Einheimische entsteht damit ein direkter Übergang von der Herzog-Georg-Straße in Richtung Neuen Kurpark mit zusätzlichen Außenplätzen.
Parallel dazu hat die Stadt im März den nächsten Bauabschnitt für den eigentlichen Stadtplatz öffentlich ausgeschrieben. Dieser umfasst unter anderem die Pflasterarbeiten im zentralen Platzbereich, den Bau eines Brunnens, Elektroarbeiten, den Landschaftsbau und die Bepflanzung. Die Vergabe der Leistungen ist für die Sitzung des Bauausschusses am 23. April 2026 vorgesehen. Zuvor mussten die haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen und die Fördermittel geklärt werden.
Nach der geplanten Vergabe sollen die Bauarbeiten im Juni 2026 beginnen. Die Stadt rechnet damit, den zentralen Platzbereich bis Oktober 2026 fertigzustellen. Entstehen soll ein neuer Stadt- und Kurplatz mit hochwertiger Pflasterung, einem charakteristischen Muster, Brunnenanlage und verschiedenen Aufenthaltsbereichen, die künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden können.
Bürgermeisterin Susanne Rakowski bezeichnet den neuen Stadtplatz als wichtiges Vorhaben für die Entwicklung der Innenstadt. Der Platz soll ein moderner, lebendiger Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität für Einwohner und Gäste werden. Trotz der schwierigen Lage im Bauwesen mit steigenden Preisen und Lieferproblemen sieht sie das Projekt insgesamt im Zeitplan.
Positiv wertet die Stadt, dass ein Großteil der benötigten Materialien bereits im vergangenen Jahr beschafft wurde. Damit reagierte Bad Liebenstein früh auf absehbare Preissteigerungen und Lieferengpässe und konnte sich im angespannten Marktumfeld ein Stück weit absichern.
Der Stadtplatz ist Teil eines größeren Stadtentwicklungsprojekts rund um den Neuen Kurpark. Grundlage ist das integrierte Stadtentwicklungskonzept, in dem früh der Bedarf für eine funktionale und gestalterische Aufwertung des Bereichs am Neuen Kurpark festgehalten wurde. Zunächst wurde die Verlängerung der Kurpromenade umgesetzt, die heute als wichtige Fußwegverbindung genutzt wird.
Im Anschluss entstanden Freianlagen mit Sitzmöglichkeiten und bepflanzten Hochbeeten, die sich laut Stadt schnell als beliebte Aufenthaltsorte etabliert haben. Der nun im Bau befindliche Stadtplatz bildet den zentralen Baustein dieses Gesamtprojekts und soll die bestehenden Wege und Aufenthaltsbereiche zu einem zusammenhängenden Stadt- und Kurzentrum verbinden.
Für das Gesamtprojekt rund um den Stadtplatz veranschlagt die Stadt Bad Liebenstein Investitionen von rund 1,5 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel der Kosten werden über Mittel der Städtebauförderung finanziert. Der Eigenanteil der Kommune deckt den verbleibenden Teil der Ausgaben.
Mit der Fertigstellung des neuen Stadtplatzes bis Herbst 2026 könnte Bad Liebenstein einen weiteren Schritt hin zu einem aufgewerteten Stadt- und Kurzentrum machen. Für Anwohner, Kurgäste und Tagestouristen entsteht dann ein zusätzlicher öffentlicher Raum, der sowohl für den Alltag als auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann.
Quelle: Pressemitteilung vom 22.04.2026
Foto: Metilsteiner, CC BY-SA 3.0
Veröffentlicht am 22.04.2026 20:51 von Christian Wolf, Redakteur
Kommentare