18.09.2025 👎1

Baustart für SuedLink in Bad Liebenstein: Bauarbeiten und Verkehrsbeeinträchtigungen angekündigt

In Bad Liebenstein beginnen die Bauarbeiten für den Abschnitt der SuedLink-Gleichstromtrasse, die im Bereich zwischen Barchfeld und Fambach verläuft und dabei auch das Stadtgebiet streift. Nach der Prüfung der Planfeststellungsunterlagen und der Berücksichtigung öffentlicher Beteiligung steht der Erlass des Planfeststellungsbeschlusses durch die Bundesnetzagentur bevor, womit der Bau von SuedLink in der Region offiziell genehmigt wird. Die verantwortliche Übertragungsnetzbetreiberin TransnetBW informiert, dass während der Bauphasen mit Lärm, Staub und möglichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.

Für die Bauarbeiten werden Baumaschinen und Materialien überwiegend über öffentliche Straßen und private Feldwege transportiert. Letztere werden bei Bedarf ertüchtigt und verbreitert. In einigen Abschnitten der Arbeiten werden temporäre Baustraßen notwendig, um die Arbeitsbereiche zugänglich zu machen. Die Firma STRABAG ist mit Tiefbauarbeiten wie dem Ausheben von Kabelgräben sowie dem Bau von Zufahrt- und Schwertransportstraßen im betroffenen Baulos 5 beauftragt.

Der Bau erfolgt sowohl in offener als auch in geschlossener Bauweise. In offenem Graben werden zunächst Bodenschichten getrennt entnommen, anschließend Kabelschutzrohre verlegt und zum Abschluss die ursprüngliche Oberfläche wiederhergestellt. Wo Straßen und Gewässer gekreuzt werden, kommt das Horizontalspülbohrverfahren zum Einsatz, bei dem Unterquerungen hergestellt werden können, ohne dass Gräben ausgehoben werden müssen.

Laut Angaben von TransnetBW sind die Bauzeiten unterschiedlich geregelt: In offener Bauweise wird in der Regel werktags von 7 bis 18 Uhr gearbeitet. Für geschlossene Querungen wie Bohrverfahren sind Arbeiten auch nachts sowie samstags vorgesehen; Ausnahmen für Sonn- und Feiertage sind ebenfalls möglich. Nach Abschluss der jeweiligen Bauabschnitte werden die Baustellenflächen rückgebaut und, soweit möglich, wieder landwirtschaftlich nutzbar gemacht.

Nach Beendigung der Bauarbeiten darf die Fläche über den Erdkabeln wieder landwirtschaftlich genutzt oder begrünt werden. Eine Bebauung oder das Anpflanzen tiefwurzelnder Bäume bleibt jedoch weiterhin untersagt. Die Betreiberin weist darauf hin, dass im Fall von Schäden oder unmittelbaren Vermögensnachteilen im Zuge der Bauarbeiten Entschädigungen nach den gesetzlichen Vorgaben erfolgen.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.09.2025
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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