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Bericht über Petition beim ThSV Eisenach: Offener Brief sorgt für neue Unruhe

Beim ThSV Eisenach rumort es weiter: Laut einem Bericht von sportbild.de ist am Sonntag, 03.05.2026, auf der Plattform weact.campact.de eine Online-Petition mit einem offenen Brief an das Präsidium des ThSV Eisenach e.V. gestartet worden. Hinter der Initiative soll demnach eine Gruppe stehen, die sich „ThSV ImHerzen“ nennt. Ziel der Aktion ist es, innerhalb weniger Tage Unterschriften von Mitgliedern und Unterstützern zu sammeln und damit eine verbindliche Stellungnahme der Vereinsführung zu erzwingen. Der offene Brief selbst ist aktuell öffentlich nicht auffindbar, die geschilderten Inhalte lassen sich daher derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Nach Darstellung von sportbild.de richtet sich der offene Brief an den Vereinsvorstand um Präsident Shpetim Alaj und Vizepräsident Peter Krauß. Die Verfasserinnen und Verfasser äußern demnach „wachsende Besorgnis“ über mögliche Zahlungsschwierigkeiten und eine „unzureichende Zahlungsmoral“ im Umfeld der ThSV Marketing GmbH, die den Profibetrieb in der Bundesliga organisiert. Diese Themen sollen bereits seit rund zwei Jahren im Raum stehen und nun erneut für Unruhe sorgen.

Die Initiatoren werden mit der Kritik zitiert, nach außen werde zwar der Anspruch eines stabil geführten Bundesligastandorts vertreten, intern nähmen Zweifel zu, ob Anspruch und Wirklichkeit noch zusammenpassen. Nach zwei Jahren anhaltender Gerüchte und Berichte fordern sie demnach eine „klare, transparente und zeitnahe Kommunikation“ gegenüber den Mitgliedern.

Konkret sollen im offenen Brief vier Fragen an den Vorstand gestellt werden: Ob die im Raum stehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten bestätigt oder entkräftet werden können; ob es einen Zusammenhang zwischen möglichen Problemen und ausbleibenden Zahlungen der ThSV Marketing GmbH gibt; warum rechtliche Möglichkeiten des Vereins als Mehrheitsgesellschafter der GmbH nach Auffassung der Initiatoren nicht konsequent genutzt würden; und ob aktuell finanzielle Verpflichtungen bestehen, die nicht fristgerecht erfüllt wurden und geeignet sind, Leitbild und Reputation des ThSV Eisenach zu beschädigen.

Die Petition soll laut Bericht bis zum 17. Mai 2026 laufen. 100 Unterschriften sind demnach als Ziel angegeben, ein Teil davon war bereits kurz nach Start erreicht. Am Ende des zitierten Schreibens betonen die Initiatoren, sie wollten dem Anliegen der Mitglieder und Unterstützer „in gebündelter Form Nachdruck verleihen“ und eine Grundlage für eine zeitnahe und verbindliche Stellungnahme im Rahmen einer Mitgliederversammlung schaffen.

Der Konflikt reiht sich ein in eine längere Phase der Unruhe beim ThSV Eisenach. Bereits in den vergangenen Jahren standen Entscheidungen und Kommunikation der Vereinsführung immer wieder in der Kritik, unter anderem im Zusammenhang mit der Zukunft von Trainer Misha Kaufmann und der Rolle der ThSV Marketing GmbH. Nun rücken mit der kolportierten Petition erneut Fragen nach Transparenz, finanzieller Stabilität und dem Verhältnis zwischen Verein und GmbH in den Mittelpunkt.

Wie der Vorstand des ThSV Eisenach auf die nun bekannt gewordenen Vorwürfe und Fragen reagieren wird, ist derzeit offen. Eine öffentliche Stellungnahme zu der von sportbild.de beschriebenen Petition liegt bislang nicht vor. Klar ist: Sollte sich der geschilderte offene Brief bestätigen und genügend Unterstützung aus der Mitgliedschaft finden, dürfte der Druck auf die Vereinsgremien wachsen, die wirtschaftliche Lage und die Zusammenarbeit mit der ThSV Marketing GmbH detailliert offenzulegen und in einer Mitgliederversammlung zu diskutieren.

Quelle: Sportbild vom 03.05.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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