Betrüger erbeuten Geld mit gefälschter Spendenaktion in Südthüringen
In Südthüringen und in den Grenzregionen zu Bayern, darunter die Landkreise Sonneberg und Schmalkalden-Meiningen, häufen sich aktuell Betrugsfälle durch angebliche Spendensammler. Nach Angaben der Landespolizei Thüringen geben sich die Täter in Selbstbedienungsmärkten als Helfer für taubstumme oder behinderte Kinder aus und bitten um finanzielle Unterstützung.
Auffällig bei der aktuellen Masche ist, dass Spenden nicht bar, sondern per EC-Karte geleistet werden sollen. Die Betrüger halten dafür mobile Kartenlesegeräte bereit. Auf dem Gerät wird ein niedriger Betrag von 5 bis 10 Euro angezeigt. In mehreren Fällen bemerkten Geschädigte jedoch erst im Nachhinein, dass deutlich höhere Summen – zum Teil mehrere hundert Euro – von ihrem Konto abgebucht wurden. Ein besonders gravierender Fall betraf eine Abhebung von 500 Euro anstelle der angekündigten 5 Euro.
Die Polizei rät dazu, keine Kartendaten an unbekannte Personen weiterzugeben (einschließlich Kartenlesegeräte) und niemandem die eigene EC-Karte zu überlassen. Kontobewegungen sollten zudem regelmäßig kontrolliert werden. Wird ein Betrugsversuch vermutet oder beobachtet, sollte man sich umgehend an die Polizei wenden.
Weitere Informationen und Präventionshinweise zum Thema EC-Kartenbetrug sind auf der Webseite der Polizeilichen Kriminalprävention unter polizei-beratung.de abrufbar.
Quelle: @polizei_thueringen am 10.12.2025
Veröffentlicht am 10.12.2025 10:28 von Marcus Schütz, Fachredakteur
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