Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in Erfurt ruft Kriminalpolizei auf den Plan
In Erfurt beschäftigt eine nächtliche Brandstiftung an mehreren Bundeswehr-Lkw die Ermittlungsbehörden. Das Landeskriminalamt Thüringen bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung, um die Hintergründe der Tat aufzuklären.
Das Landeskriminalamt Thüringen hat nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen Brandstiftung auf dem Gelände der Firma MAN Trucks & Bus Service GmbH im Schmalwasserweg 2 im Stadtteil Gispersleben aufgenommen. Nach Angaben der Behörde ereignete sich der Vorfall am 21. Juni 2025 gegen 23:45 Uhr. Unbekannte Täter drangen demnach durch den angrenzenden Zaun in das Firmengelände ein. Dafür hätten sie ersten Erkenntnissen zufolge ein unbekanntes Schneidwerkzeug eingesetzt.
Im Anschluss sollen die Täter mit Hilfe brennbarer Mittel sechs Fahrzeuge der Bundeswehr in Brand gesetzt haben. Durch das Feuer seien drei Lastwagen vollständig zerstört und drei weitere schwer beschädigt worden. Die Schadenshöhe wurde vom LKA Thüringen auf eine siebenstellige Summe beziffert.
Zum Zeitpunkt der Tat fanden laut Polizei im Stadtgebiet das Straßenmusikfestival „Fête de la Musique“ sowie ein sportliches Großereignis im näheren Umfeld statt. Die Ermittler gehen davon aus, dass in der Umgebung zum Tatzeitpunkt reger Verkehr herrschte und halten es für möglich, dass Zeugen Hinweise zu verdächtigen Personen oder sonstigen auffälligen Begebenheiten geben können.
Die Fluchtrichtung der bislang unbekannten Täter ist laut LKA nicht bekannt. Zur Unterstützung der Ermittlungen ruft das Landeskriminalamt Thüringen deshalb Personen, die zur Tatzeit Beobachtungen im Bereich Schmalwasserweg gemacht haben, zur Kontaktaufnahme über die eingerichtete Hotline sowie per E-Mail auf. Auch die Übermittlung von Bild- und Videoaufnahmen ist über ein Hinweisportal möglich.
Quelle: Pressemitteilung vom 16.07.2025
Veröffentlicht am 16.07.2025 08:21 von Christian Wolf, Redakteur
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