Brandermittlungen am Erfurter Domplatz: Polizei wertet Hinweise und Bildmaterial aus
Nach dem schweren Brand in der Silvesternacht am Erfurter Domplatz dauern die Ermittlungen der Polizei weiterhin an. Drei historische Fachwerkhäuser wurden bei dem Feuer stark beschädigt, mehr als 20 Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Brandursache ist noch nicht abschließend geklärt.
Die Kriminalpolizeiinspektion Erfurt leitet die Untersuchungen und wird dabei von Spezialisten aus Suhl sowie Sachverständigen des Landeskriminalamts Thüringen unterstützt. Die Ermittlungen am Brandort begannen am 2. Januar 2026, nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen waren, und dauerten bis zum 7. Januar an. In dieser Zeit wurden der Brandort dokumentiert und erste Spuren gesichert.
Im weiteren Verlauf wurden zahlreiche Zeugen befragt und knapp 60 Hinweise aus der Bevölkerung und den Medien über ein Hinweisportal gesammelt. Zusätzlich sichteten die Ermittler umfangreiches Bildmaterial, darunter Aufnahmen der Feuerwehr, der Polizeihubschrauberstaffel Thüringen und Videoaufzeichnungen aus Straßenbahnen.
Die Polizei arbeitet zudem eng mit der Stadtverwaltung zusammen. Das Bauamt stellte kurzfristig Bauunterlagen der betroffenen Gebäude zur Verfügung, um die Ermittlungen zu unterstützen. Die Auswertung der Einsatzberichte der Rettungskräfte sowie weitere Zeugenvernehmungen stehen noch aus.
Die Absperrungen rund um das einsturzgefährdete Eckhaus am Domplatz bleiben weiterhin bestehen. Ziel der Stadtverwaltung ist es, das Gebäude möglichst zu erhalten und einen vollständigen Abriss zu vermeiden. Die Einschränkungen im Straßen- und Straßenbahnverkehr sollen voraussichtlich zwei Wochen andauern. Besonders betroffen ist das Eckhaus, in dem sich auch ein indisches Restaurant befindet. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte eine Feuerwerksrakete den Brand ausgelöst.
Quelle: Pressemitteilung vom 16.01.2026
Veröffentlicht am 17.01.2026 21:05 von Christian Wolf, Redakteur
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