DLRG Eisenach holt sich in Gera den Feinschliff für München
Vier Staffeln und vier Einzelstarterinnen der DLRG Eisenach haben sich für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Rettungsschwimmen in München qualifiziert. Um sich optimal auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten, absolvierte das Team am 19. und 20. September ein zweitägiges Trainingslager im Hofwiesenbad Gera. Im Fokus standen dabei die speziellen Anforderungen der nationalen Titelkämpfe – von langen Strecken auf der 50-Meter-Bahn bis hin zu technisch sauberen Staffelwechseln.
Das Geraer Hofwiesenbad bot mit seiner 50-Meter-Bahn Bedingungen, wie sie die Eisenacher im heimischen Training nicht vorfinden. Entsprechend legte das Trainerteam die Schwerpunkte auf Ausdauer, Schnelligkeit und die rettungssportspezifischen Disziplinen. Neben Starts und Wenden wurden vor allem Staffelwechsel und technische Abläufe immer wieder durchgespielt.
Begleitet wurde die Mannschaft von Christian, Kerstin und Marco Becker sowie von Lilly Marleen Weber und Steffen Schulze. Sie arbeiteten mit den Sportlerinnen und Sportlern gezielt an jenen Details, die bei Wettkämpfen auf höchstem nationalen Niveau über Platzierungen entscheiden können – etwa der Übergang von der Schwimmerin zum Rettungspuppentransport oder der Einsatz von Flossen und Gurtretter in den Staffeln.
Sportlich ist die Ausgangslage für Eisenach stark: Gleich vier Staffeln haben die Qualifikation für München geschafft. An den Start gehen die Altersklassen AK 12 männlich, AK 12 weiblich, AK 15/16 weiblich und AK 17/18 männlich. Damit ist der Verein in mehreren Nachwuchsklassen vertreten und kann auf ein breites Team zurückgreifen.
Auch im Einzel sind die Eisenacher Rettungssportlerinnen präsent. Nora Luise Höft, Pia Kammler, Emilia Steinbach und Caroline Penz haben sich in ihren Altersklassen durchgesetzt und starten in München gegen die besten Rettungsschwimmerinnen Deutschlands. Sie bringen bereits Wettkampferfahrung von regionalen und nationalen Meisterschaften mit und gehören seit Längerem zu den Leistungsträgerinnen im Team.
Das Trainerteam zieht nach dem Wochenende in Gera ein positives Fazit. Die Athletinnen und Athleten konnten Abläufe stabilisieren und sich an die längeren Bahnen gewöhnen. Gerade bei den Staffeln, so die Einschätzung der Verantwortlichen, können saubere Wechsel und sichere Abläufe bei einer Deutschen Meisterschaft den Unterschied machen.
Die Qualifikation von vier Staffeln und vier Einzelstarterinnen bedeutet für den Verein allerdings nicht nur sportliche Anerkennung. Die Reise nach München ist für die DLRG Eisenach auch finanziell und organisatorisch eine große Aufgabe. Eine größere Mannschaft muss über mehrere Tage hinweg transportiert, untergebracht und betreut werden. Hinzu kommen Startgelder und weitere Kosten rund um die Teilnahme an den Wettkämpfen.
Für die ehrenamtlich Engagierten im Verein bedeutet das zusätzlichen Aufwand neben der regulären Trainingsarbeit. Trainerinnen, Trainer und Helfer kümmern sich um Planung, Organisation und Betreuung, damit sich die Sportlerinnen und Sportler in München auf ihre Läufe konzentrieren können.
Wichtig war in Gera deshalb nicht nur das Training im Wasser, sondern auch der Teamgedanke. Die gemeinsamen Einheiten und das Wochenende als Gruppe boten Gelegenheit, sich gegenseitig zu motivieren und als Mannschaft zusammenzuwachsen. Für die jungen Rettungssportlerinnen und Rettungssportler ist der Start bei einer Deutschen Meisterschaft zugleich sportlicher Höhepunkt und Ansporn für das weitere Engagement im Verein.
Nach dem Trainingslager richtet sich der Blick nun ganz auf München. Dort wollen die Eisenacher Rettungssportler zeigen, dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hat und die Wartburgstadt bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Rettungsschwimmen stark vertreten ist.
Einblick in die Entwicklung des Rettungssports in der Stadt und frühere Erfolge des Teams geben bereits die jüngsten Vereinsmeisterschaften und Qualifikationswettkämpfe, über die im Beitrag zur DM-Qualifikation der DLRG Eisenach berichtet wurde.
Quelle: Pressemitteilung vom 19.09.2026
Foto: DLRG
Veröffentlicht am 19.09.2026 20:37 von Christian Wolf, Redakteur
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