Doch keine gemeinsame Rettungsleitstelle der Landkreise Gotha, Ilm-Kreis und Wartburgkreis
Die Pläne für eine gemeinsame Rettungsleitstelle der Landkreise Gotha, Ilm-Kreis und Wartburgkreis sind gescheitert. Grund dafür seien Uneinigkeiten über den Standort der neuen Einrichtung gewesen. Der Landkreis Gotha habe beschlossen, so der MDR, aus dem Zweckverband „Zentrale Leitstelle Westthüringen“ auszusteigen. Dies habe Landrat Onno Eckert (SPD) am Montag bestätigt.
Der Austrittsprozess werde derzeit diskutiert. Landrat Eckert habe erläutert, dass man sich trotz der bereits vor gut zwei Jahren erfolgten Standortwahl in Schwabhausen nicht auf den millionenschweren Neubau einigen konnte. Der Zweckverband müsse nun klären, was mit dem bereits gekauften Grundstück geschehen solle.
Als Alternative zum Neubau habe der Ilm-Kreis und der Wartburgkreis eine virtuelle Leitstelle vorgeschlagen. Diese solle die bisherigen Standorte in Gotha, Arnstadt und Eisenach modernisieren und vernetzen, um als eine Einheit zu fungieren. Der Landkreis Gotha habe diesen Vorschlag jedoch abgelehnt und strebe nun Gespräche mit anderen potentiellen Partnern für eine gemeinsame Lösung an.
Ursprünglich sei geplant gewesen, die neue, gemeinsame Leitstelle der drei Landkreise 2027 in Betrieb zu nehmen. Die veranschlagten Kosten wurden zuletzt auf rund 17 Millionen Euro geschätzt.
In Thüringen gibt es derzeit zwölf Rettungsleitstellen, die von den Kommunen betrieben werden. Diese nehmen Notrufe entgegen und koordinieren die Rettungs- und Notarzteinsätze. Einem Verwaltungsabkommen zwischen Landräten, Oberbürgermeistern und dem Innenministerium zufolge, soll die Zahl der Leitstellen reduziert werden, um sie effizienter und kostengünstiger zu betreiben. Das Land Thüringen und die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren diese Einrichtungen.
Quelle: MDR vom 12.11.2024
Veröffentlicht am 13.11.2024 20:57 von Christian Wolf, Redakteur
Kommentare