Eichenprozessionsspinner: Warnungen aus Bad Liebenstein und Hörselberg-Hainich
Auf dem Friedhof in Bad Liebenstein und im Bereich der Hörselberge bei Wutha-Farnroda und Hörselberg-Hainich ist aktuell erneut der Eichenprozessionsspinner aktiv. Sowohl die Stadt Bad Liebenstein als auch die beiden Gemeinden warnen vor den gesundheitlichen Risiken der Raupen und bitten die Bevölkerung um besondere Vorsicht. Befallene Bereiche wurden teilweise bereits gesperrt, eine Fachfirma ist mit der Beseitigung der Nester beauftragt.
Auf dem Friedhofsgelände in Bad Liebenstein wurden an mehreren Bäumen frische Gespinstnester entdeckt. Diese wurden nach Angaben der Stadt bereits durch eine spezialisierte Firma entfernt. Dennoch können sich die giftigen Brennhaare der Raupen weiterhin am Boden unter den Bäumen, an den Stämmen und in den Kronen befinden. Bei Kontakt drohen Hautausschläge, Reizungen der Atemwege und allergische Reaktionen.
Die Stadtverwaltung ruft dazu auf, Raupen und Gespinstnester nicht zu berühren und insbesondere Kinder und Hunde von betroffenen Bereichen fernzuhalten. Wer auf seinem eigenen Grundstück ein Nest entdeckt, muss dieses fachgerecht entfernen lassen. Nester im öffentlichen Raum oder im Wald sollen an das Ordnungsamt der Stadt Bad Liebenstein gemeldet werden. Die Behörde ist per E-Mail unter ordnungsamt@bad-liebenstein.de sowie telefonisch unter 036961 361-16 erreichbar und gibt im Zweifel Hinweise zu Zuständigkeiten und notwendigen Schritten.
Auch die Gemeinden Wutha-Farnroda und Hörselberg-Hainich berichten aktuell von Vorkommen des Eichenprozessionsspinners. Betroffen ist insbesondere der Bereich der Hörselberge, vor allem am „Kammweg“. Die betroffenen Abschnitte wurden vorsorglich abgesperrt, die Gemeindeverwaltungen stimmen das weitere Vorgehen mit dem zuständigen Revierassistenten des Forstamtes Hainich-Werratal ab. In den kommenden Tagen soll eine Fachfirma die Nester beseitigen.
Wer im Gemeindegebiet Wutha-Farnroda den Eichenprozessionsspinner oder seine Gespinste entdeckt, wird gebeten, dies an das Ordnungsamt der Gemeinde zu melden – per E-Mail an ordnungsamt@wutha-farnroda.de oder telefonisch unter 036921 915232. Die Meldungen werden an das zuständige Gesundheitsamt weitergegeben, das anschließend Kontakt mit den jeweiligen Grundstückseigentümern aufnimmt.
Die Verwaltungen weisen außerdem darauf hin, dass der Eichenprozessionsspinner nicht mit der ebenfalls im Gebiet vorkommenden Gespinstmotte verwechselt werden sollte. Diese Raupenart ist kleiner, meist grünlich bis gräulich mit schwarzen Punkten und bildet ebenfalls Nester an Gehölzen, stellt aber keine gesundheitliche Gefahr für Menschen und Tiere dar, sondern nur für die befallenen Pflanzen.
Grundsätzlich gilt für alle betroffenen Orte: Spaziergängerinnen und Spaziergänger sollten Warnhinweise und Absperrungen beachten, befallene Bäume meiden und bei Verdacht auf einen Kontakt mit den Raupen oder ihren Haaren auf mögliche Symptome achten. Weitere Verhaltenstipps für Privatpersonen stellt unter anderem die Verbraucherzentrale online zur Verfügung.
Quelle: Pressemitteilung vom 08.06.2026
Foto: Rathaus Bad Liebenstein
Veröffentlicht am 08.06.2026 16:40 von Christian Wolf, Redakteur
Kommentare
Der Schlosspark Farnroda wurde wegen des Eichenprozessionsspinnern mittlerweile gesperrt. Die Gemeindeverwaltung arbeitet mit dem Bauhof und der Ordnungsverwaltung, unter Hinzuziehung einer Fachfirma, unter Hochdruck an einer zeitnahen Lösung.