28.01.2025 👍1

Eisenach bildet ergreifende Menschenkette zum Holocaust-Gedenken

Zum Gedenken an die Opfer des Holocausts fand in Eisenach eine eindrucksvolle Menschenkette statt. Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, versammelten sich Teilnehmer, darunter Stadtvertreter, um an das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Eisenachs während der NS-Zeit zu erinnern.

 

Am 27. Januar 2025 organisierte das Eisenacher Bündnis gegen Rechtsextremismus anlässlich des Holocaust-Gedenktags eine Veranstaltung, um des Schicksals der verschleppten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Eisenachs während der Zeit des Nationalsozialismus zu gedenken. Unter den Teilnehmern befanden sich Oberbürgermeister Christoph Ihling, Bürgermeister Steffen Liebendörfer und der Hauptamtliche Beigeordnete Ingo Wachtmeister.

 

Christoph Ihling betonte die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Geschichte, insbesondere angesichts des zunehmenden Mangels an Zeitzeugen. Er erinnerte an die verstorbene Ehrenbürgerin Avital Ben-Chorin, die 1923 als Erika Fackenheim in Eisenach geboren wurde. Sie entkam dem Holocaust, indem sie im Kindesalter ohne ihre Familie nach Palästina auswanderte. In ihrem weiteren Leben engagierte sich Ben-Chorin aktiv für Versöhnung und besuchte oft ihre Heimatstadt, um jungen Menschen ihre Geschichte zu erzählen, wie sie aus Eisenach vertrieben wurde.

 

Die Gedenkveranstaltung begann vor dem Rathaus, woraufhin sich etwa 120 Menschen entlang der Karlstraße aufstellten. Sie hielten Schilder mit den Namen der Eisenacher Jüdinnen und Juden, die deportiert und in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet worden sind. Einige Teilnehmer hielten Kerzen als Zeichen des stillen Gedenkens.

 

Der Holocaust-Gedenktag erinnert an die Befreiung des größten NS-Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945, welche sich in diesem Jahr zum 80. Mal jährte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Pressemitteilung vom 28.1.2025
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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