Eisenach investiert in Radwege und neues Fahrradparkhaus am ZOB
Bis zum 20. September läuft in Eisenach das Stadtradeln – und parallel dazu treibt die Stadt mehrere Projekte für bessere Bedingungen im Radverkehr voran. Geplant sind der Ausbau eines Abschnitts der D4-Route zwischen Stedtfeld und Hörschel, die erste Route des EA-RADsterns vom Hauptbahnhof/ZOB nach Hötzelsroda und Stockhausen sowie ein Fahrradparkhaus mit rund 100 Stellplätzen am Zentralen Omnibusbahnhof. Ziel ist es, Alltagswege mit dem Rad attraktiver und sicherer zu machen und die Verknüpfung mit Bus und Bahn zu erleichtern.
Ausbau der D4-Route bei Stedtfeld und Hörschel
Zwischen dem Geschäftssitz des Trink- und Abwasserverbandes Eisenach-Erbstromtal (TAVEE) bei Stedtfeld und Hörschel wird ein 785 Meter langer Radweg auf 2,50 Meter Breite ausgebaut. Der Abschnitt ist Teil der D4-Route, der sogenannten Mittelland-Route. Die Maßnahme wird über das Bundesprogramm „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums gefördert.
Zum Bauumfang gehören eine Absturzsicherung durch Geländer sowie die Sicherung des Hangs oberhalb des Hörsel-Ufers auf rund 243 Metern. Damit soll ein bisher schwächer ausgebauter Teil der Route ertüchtigt werden. Für den Alltagsradverkehr bedeutet der Ausbau eine bessere Anbindung der westlichen Eisenacher Ortsteile an die Kernstadt und an das überregionale Radwegenetz.
EA-RADstern: Erste Route nach Hötzelsroda und Stockhausen
Mit dem EA-RADstern entsteht eine sternförmige Alltagsradverkehrsverbindung vom Hauptbahnhof/ZOB in verschiedene Stadtteile. Als erstes wird die Route in den Südosten umgesetzt: vom ZOB über Ziegelfeld und Karolinenstraße nach Hötzelsroda und weiter in Richtung Stockhausen. Die Vorbereitungen laufen, erste Bauarbeiten sind für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Zunächst soll der Radweg vom Kreisverkehr bis zum Ortseingang Hötzelsroda neu gebaut werden. Anschließend ist die Sanierung des bestehenden Radwegs vom Kreisverkehr in Richtung Stockhausen geplant. Weitere Abschnitte in Richtung Kernstadt folgen schrittweise. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesumweltministerium im Programm „Klimaschutz durch Radverkehr“.
Bereits frühere Planungen sehen auf dieser Route Abschnitte als Fahrradstraße vor, auf denen der Radverkehr Vorrang hat und Tempo 30 gilt. Die Verbindung soll vor allem für Pendelnde, Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte in den Gewerbegebieten rund um Hötzelsroda und Stockhausen eine durchgehende, alltagstaugliche Strecke bieten.
Rad-Rondell: Fahrradparkhaus am ZOB
Am Zentralen Omnibusbahnhof wird das frühere Fahrgastcenter zum sogenannten Rad-Rondell umgebaut. Die Bauarbeiten sind bereits sichtbar. In dem Rundbau entstehen zugangsbeschränkte und überdachte Stellplätze, ergänzt um eine neue Abstellanlage mit Doppelstockparkern auf der angrenzenden Grünfläche. Insgesamt sind rund 100 Stellplätze für verschiedene Fahrradtypen geplant.
Mit der Umnutzung des seit Jahren leerstehenden Gebäudes soll das Umfeld am ZOB aufgewertet und der Umstieg zwischen Fahrrad, Bus und Bahn erleichtert werden. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben über das Bundesprogramm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ des Bundesverkehrsministeriums.
Das Rad-Rondell ergänzt die geplante EA-RADstern-Route vom ZOB nach Hötzelsroda und Stockhausen, die den Bahnhofsknoten besser an die umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete anbinden soll. Zusammen mit dem Ausbau der D4-Route entsteht so ein Netz aus neuen Alltags- und Freizeitverbindungen rund um die Stadt.
Laufende kleinere Maßnahmen
Neben den großen Projekten kündigt die Stadt an, kontinuierlich kleinere Eingriffe zur Verbesserung der Radinfrastruktur umzusetzen. Dazu zählen unter anderem punktuelle Sanierungen, Markierungen und Anpassungen an bestehenden Wegen, die für mehr Sicherheit und Komfort im Alltagsradverkehr sorgen sollen.
Quelle: Pressemitteilung vom 04.09.2026
Veröffentlicht am 04.09.2026 14:25 von Christian Wolf, Redakteur
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