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Eisenach setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen am Aktionstag

Am 25. November beteiligt sich die Stadt Eisenach erneut an der bundesweiten Fahnenaktion zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen!“ Vor dem Rathaus werden Fahnen mit dem Slogan „Frei leben - ohne Gewalt“ wehen.

Oberbürgermeister Christoph Ihling, die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Quentel und das Frauenhaus in Eisenach wollen damit ein sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen setzen. Die Gleichstellungsbeauftragte sowie Mitarbeiterinnen des Frauenhauses werden von 13 bis 16 Uhr an einem Stand vor der Stadtverwaltung informieren und Informationsmaterial verteilen.

Ulrike Quentel betont, dass die Teilnahme an der Fahnenaktion und die Spende für das Frauenhaus ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sei. Es sei das gemeinsame Ziel, betroffenen Frauen und Kindern Schutz und Unterstützung zu bieten, damit sie ein Leben frei von Gewalt führen können.

Um 14 Uhr werde eine Spende in Höhe von 3000 Euro an das Frauenhaus überreicht. Diese Gelder sollen in die Neuausstattung des Kinderbereichs fließen, die im Rahmen der laufenden Sanierung erfolgt. Die Spende sei durch Aktionen des Soroptimist International Clubs Eisenach gesammelt worden.

Im Jahr 2023 bot das Frauenhaus Schutz für 24 Frauen und 24 Kinder und führte 239 ambulante Beratungen durch. In diesem Jahr hätten bereits 22 Frauen und 28 Kinder im Frauenhaus Schutz gefunden. Die laufende Sanierung, insbesondere im Bereich Sicherheit und Barrierefreiheit, werde hauptsächlich aus Mitteln des Bundesinvestitionsprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ und des Wartburgkreises finanziert.

Der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ erinnet an die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die sich in der Dominikanischen Republik gegen die Diktatur unter Rafael Trujillo zur Wehr setzten und am 25. November 1960 getötet wurden. Seit 1981 wird der Gedenktag begangen, und 1999 erklärten die Vereinten Nationen den 25. November offiziell zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“.

Gewalt gegen Frauen ist eine weit verbreitete Menschenrechtsverletzung, die global auftrete und vielfältige Formen annehme. Dazu gehörten Stalking, Belästigung, häusliche Gewalt und Vergewaltigung. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass mehr als 35 Prozent aller Frauen weltweit mindestens einmal im Leben Opfer sexueller oder physischer Gewalt werden. In Deutschland habe jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.

Quelle: Pressemitteilung vom 22.11.2024
Veröffentlicht am von , Redakteur

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