Eisenach transformiert Erinnerungsorte: Bundesförderung stärkt Demokratiegeschichte
Im Rahmen des bundesweiten Tags der Städtebauförderung wurden in Eisenach bedeutende Projekte zur Sanierung und Aufwertung von Orten der Demokratiegeschichte vorgestellt. Diese Projekte sind Teil des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“, das herausragende städtische Vorhaben fördert, die die Demokratiebildung in Deutschland erlebbar machen sollen.
Der „Goldene Löwe“ und der Platz am „Denkmal zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“ in Eisenach wurden als wichtige Projekte ausgewählt. Der Oberbürgermeister der Stadt, Christoph Ihling, betonte die historische Bedeutung dieser Orte für die deutsche Sozialdemokratie. Im „Goldenen Löwen“ fand 1869 der Gründungskongress der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei statt, womit das Gebäude als das älteste, erhaltene Baudenkmal zur Gründung demokratischer Parteien in Deutschland gilt.
Die Sanierung der Gedenkstätte „Goldener Löwe“ sowie die gestalterische Aufwertung des angrenzenden Platzes sollen nicht nur die Aufenthaltsqualität erhöhen, sondern auch die Geschichte sichtbarer machen. Geplant sind unter anderem barrierefreie Zugänge sowie Maßnahmen zur energetischen Optimierung. Die Platzgestaltung wird durch ein Wettbewerbsverfahren entschieden, wobei auch die Jugend der Stadt ihre Vorstellungen einbringen kann.
Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte der Bundesregierung, hob während ihrer Teilnahme an der Veranstaltung die Bedeutung solcher Orte für die Stärkung der Demokratie in Ostdeutschland hervor. Ihr zufolge sollten historische Stätten auch in ihrer Funktion als Bildungs- und Informationsorte gestärkt werden. Gleichzeitig gab es auf dem Tag der Städtebauförderung rege Diskussionen und einen Austausch zwischen Bürgern und Stadtverwaltung, wobei Vorschläge und Entwürfe zu den Projekten präsentiert wurden.
Die Maßnahmen in Eisenach sind Teil einer breiteren Anstrengung, die Demokratieerfahrung durch den Ausbau und die Sanierung historisch bedeutsamer Orte zu unterstützen. Der Beginn der Arbeiten ist für 2025 geplant, und die Fertigstellung soll bis 2028 erfolgen.
Quelle: Pressemitteilung vom 12.5.2025
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach (ganz oben: Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte der Bundesregierung, Oberbürgermeister Christoph Ihling und Tina Rudolph, Geschäftsführerin der August-Bebel-Gesellschaft (von links), bringen ein Schild an der Gedenkstätte „Goldener Löwe“ an. Damit wird auf die Bundesförderung aufmerksam gemacht.)
Veröffentlicht am 12.05.2025 19:13 von Christian Wolf, Redakteur


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