Eisenacher Rettungsschwimmer sichern Rekord-Startplatz für DM in München
Das Rettungssportteam der DLRG Eisenach hat bei den 5. Mitteldeutschen Regionalmeisterschaften im Rettungsschwimmen in Riesa Ende April so erfolgreich abgeschnitten wie noch nie. Gegen starke Konkurrenz aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, darunter mehrere aktuelle Nationalmannschaftsmitglieder, holten die Eisenacher zahlreiche Medaillen und sicherten sich gleich mehrere Startplätze für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften Anfang November in München.
Trainer Peter Urbach hatte vor dem Wettkampf ein klares Ziel ausgegeben: Möglichst viele Eisenacher Sportlerinnen und Sportler sollten das Ticket für München lösen, wofür in der Thüringer Landeswertung Siege gegen die Teams aus Sömmerda und Weimar nötig waren. Am Ende übertraf die Mannschaft diese Vorgabe deutlich. Mit Nora Luise Höft (AK10), Emilia Steinbach (AK13/14) und Caroline Penz (AK15/16) setzten sich drei Eisenacherinnen in ihrer Altersklasse als Thüringer Landessiegerinnen durch und qualifizierten sich im Einzel für die Deutschen Meisterschaften.
Zusätzlich lösten vier Staffeln aus Eisenach das DM-Ticket: Die Mädchen der AK12 mit Pia Kammler, Margarethe Lenk, Tamina Döbel, Hannah Stegmann und Frieda Jacob, die Jungs der AK12 mit Bennek Weber, Floria Godehartd, Arthur und Leonhard Engel sowie Phil Kammler, die Mädchen der AK15/16 mit Caroline und Henriette Penz, Nele Sophie Höft sowie Emilia und Paulina Müller und die Staffel AK17/18m mit Jakob Mäurer, Noah Schneider, Selma Michael und Nils Maier gewannen jeweils Gold in der Thüringer Landeswertung.
Auch darüber hinaus sammelten die Eisenacher reichlich „Meisterschaftsmetall“ auf Landesebene. In der AK12 belegten Nora Luise Höft, Pia Kammler und Margarethe Lenk die Plätze eins bis drei. Das gleiche Kunststück gelang Caroline und Henriette Penz sowie Nele Sophie Höft in der Doppelaltersklasse 15/16. In der AK13/14 holten Emilia Steinbach und Tessa Hartmann Gold und Silber, während Arthur Engel (AK12) und Tim Kammler (AK13/14) jeweils Bronze gewannen.
Die Mitteldeutschen Regionalmeisterschaften sind als Mehrkampf angelegt. „Die Einzelstarter müssen drei technische Disziplinen absolvieren, die Mannschaften sogar vier“, erklärt Trainerin der Jüngsten, Lilly Marleen Weber. Trainerkollege Christian Becker betont, dass nur fehlerfreie Wettkämpfe Chancen auf Podestplätze bieten. Genau das gelang den Eisenacherinnen und Eisenachern nahezu komplett: Sie kamen fast ohne Strafpunkte oder Disqualifikationen durch den Wettkampf.
Nur knapp an der Qualifikation für München vorbei schrammten die Mannschaften der AK13/14 weiblich mit Judy Hase, Emilia Steinbach, Lena Marie Wolter, Tessa Hartmann, Heidi Weber und Emily Schill sowie das Team der AK12 männlich mit Moritz Siegmund, Martin Rudolf Zabel, Enio Treichel und Konstantin Christ. Beide Staffeln konnten sich dennoch über Silber- beziehungsweise Bronzemedaillen freuen.
Der Erfolg in Riesa ist auch Ergebnis einer breiten Unterstützung im Hintergrund. Zahlreiche Eltern übernahmen Aufgaben als Helfer, Betreuer und Fahrer. Für einen reibungslosen Ablauf im Wettkampfbecken sorgten zudem die Eisenacher Kampfrichterinnen und Kampfrichter Kerstin und Marco Becker, Katrin Höft, Ramona Herzog und Charlotte Lenk. „Wir sind nicht die Beliebtesten in einem Wettkampf“, sagt Kerstin Becker. „Aber Fehler, die im Rettungssport nur zu Punktabzug führen, können im Rettungseinsatz über Leben und Tod entscheiden. Deswegen sind wir so streng.“
Trainer Peter Urbach, der zugleich Geschäftsführer der Eisenacher Rettungsschwimmer ist, freut sich über die Rekordzahl an Qualifizierten, weist aber auch auf die Kehrseite hin: Die Teilnahme einer so großen Gruppe an den zweitägigen Deutschen Meisterschaften in München bedeutet einen erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand. Gemeinsam mit dem Trainerteam um Lilly Marleen Weber, Christian und Kerstin Becker sowie Steffen Schulze richtet er den Fokus nun komplett auf die Vorbereitung für den nationalen Saisonhöhepunkt im November.
Der starke Auftritt in Riesa knüpft an die intensive Vorbereitung der vergangenen Monate an, in denen die Eisenacher Rettungssportler bereits in mehreren Trainingslagern und Wettkämpfen ihre Form aufgebaut hatten. Mit den nun erreichten Qualifikationen ist klar: In München wird ein großes Eisenacher Aufgebot an den Start gehen – mit realistischen Chancen auf weitere Spitzenplatzierungen.
Quelle: Pressemitteilung vom 26.04.2026
Foto: DLRG
Veröffentlicht am 27.04.2026 07:27 von Christian Wolf, Redakteur
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