Eisenacher Rettungssportler punkten bei Hessischen Meisterschaften
Mehrere junge Rettungssportlerinnen und Rettungssportler aus Eisenach haben bei den 52. Hessischen Meisterschaften in Heringen starke Leistungen gezeigt. Ziel des Starts im Nachbarbundesland war es, zusätzliche Punkte für die Qualifikation zu den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften Anfang November in München zu sammeln. Ob das gelungen ist, entscheidet sich Ende August, wenn die bundesweite Rangliste und die Zulassungen veröffentlicht werden.
Für die Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen gibt es zwei Qualifikationswege: Entweder über den Thüringer Meistertitel oder über die bundesweite Punkteliste. In diese Liste fließen die Ergebnisse aus drei Disziplinen ein. Maßstab ist jeweils der Deutsche Rekord: Wer exakt diese Zeit schwimmt, erhält 1.000 Punkte, alle anderen Leistungen werden mit Abstand dazu berechnet.
Aus Eisenach waren Pia und Tim Kammler, Henriette Penz sowie die Staffel AK 13/14 weiblich mit Emilia Steinbach, Lena Marie Wolter, Tessa Hartmann, Heidi Weber und Emily Schill am Start. Sie hatten bei den Thüringer Meisterschaften den Titel jeweils knapp verpasst – teils als Zweitplatzierte – und suchten nun über die Punktwertung eine zweite Chance auf den DM-Startplatz.
In Heringen zahlte sich der Aufwand aus: Wären die Eisenacher nicht als Gäste aus Thüringen außer Konkurrenz gewertet worden, hätten sich Pia Kammler und Henriette Penz jeweils einen Podestplatz gesichert. Auch Tim Kammler hätte sich unter den besten Fünf seines Jahrgangs platziert. Alle drei übersprangen in mindestens einer Disziplin die Marke von 800 Punkten und verbesserten damit ihre Ausgangsposition im bundesweiten Ranking deutlich.
Auch die Mädchenstaffel der Altersklasse 13/14 zeigte einen geschlossenen Auftritt. Kurz vor dem Wettkampf fiel eine Schwimmerin krankheitsbedingt aus. Emily Schill, ursprünglich nur als Helferin vor Ort, sprang kurzfristig ein. Trainer Christian Becker lobte den Teamgeist der Gruppe, die sich von der Umstellung nicht aus der Ruhe bringen ließ.
Neben den Aktiven im Wasser waren die Eisenacher auch am Beckenrand gefragt: Marco, Christian und Kerstin Becker sowie Katja Mäurer unterstützten die Veranstaltung als Kampfrichter und sorgten mit dafür, dass die Wettkämpfe regelkonform abliefen.
Der aktuelle Auftritt in Hessen ist ein weiterer Baustein in der langfristigen DM-Vorbereitung des Eisenacher Teams. Bereits im Frühjahr hatten die Rettungssportler Trainingslager und Wettkämpfe genutzt, um sich an 50-Meter-Bahnen, komplexe Staffeln mit Gurtretter und Flossen sowie den Umgang mit der Rettungspuppe zu gewöhnen. Ende August wird feststehen, ob die gesammelten Punkte reichen, um in München erneut auf Bundesebene anzugreifen.
Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Neben der reinen Schwimmgeschwindigkeit kommt es darauf an, Rettungsgeräte wie Flossen oder den Gurtretter sicher und effizient zu beherrschen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft stellt als Spitzenverband im Deutschen Olympischen Sportbund die Nationalmannschaft in dieser Disziplin.
Ein früherer Vereinswettkampf im Aquaplex hatte bereits gezeigt, dass die Eisenacher Rettungssportler in vielen Altersklassen stark besetzt sind und regelmäßig persönliche Bestzeiten erzielen. Die Ergebnisse aus Heringen bestätigen diesen Trend nun auch im überregionalen Vergleich.
Quelle: Pressemitteilung vom 01.06.2026
Foto: DLRG
Veröffentlicht am 01.06.2026 20:26 von Christian Wolf, Redakteur
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