16.05.2025

Eisenachs Kulturerbe im Fokus: Förderkreis treibt lebendige Denkmalpflege voran

In Eisenach engagiert sich der Förderkreis zur Erhaltung Eisenachs mit zahlreichen Initiativen für den Schutz und die Restaurierung historischer Denkmäler und Kunstwerke. Zu den aktuellen Projekten zählt die Restaurierung des Stadteingangsschilds, die Einbindung von Auszubildenden sowie die Förderung weiterer Restaurierungsmaßnahmen an bedeutenden Objekten der Stadt.

Nach Angaben der Stadt Eisenach arbeitet der Förderkreis in enger Zusammenarbeit mit städtischen Institutionen und lokalen Fachbetrieben daran, das kulturelle Erbe sichtbar zu bewahren. Oberbürgermeister Christoph Ihling hebt hervor, dass das außergewöhnliche Engagement des Vereins bei vielen stadtprägenden Projekten zum Tragen komme und der Einsatz der Mitglieder für die Bewahrung der Denkmäler und des kulturellen Erbes bewundernswert sei.

Das derzeitige Hauptaugenmerk liegt auf der Restaurierung des historischen Stadteingangsschilds an der Langensalzaer Straße. Das Kunstwerk, ein Entwurf von Professor Günther Laufer, wurde zunächst in einer Fachwerkstatt sandgestrahlt, um Rostschäden und alte Farbschichten zu beseitigen. Anschließend wurde das Schild in das Staatliche Berufsschulzentrum „Heinrich Ehrhardt“ überführt. Dort übernimmt eine Gruppe von Auszubildenden zum Lackierer die schrittweise farbliche Neugestaltung. Laut Angaben der Stadt verbinden die angehenden Fahrzeuglackierer dabei praktische Ausbildungsinhalte mit einem Beitrag zur Denkmalpflege. Die Sparkassenstiftung der Wartburg-Region fördert das Projekt mit 1000 Euro.

Ein weiteres Engagement besteht in der Neuanfertigung einer kaum noch lesbaren Informationstafel aus Sandstein am Aufgang zum Schlossberg. Die Tafel am ehemaligen Predigertor der Stadtmauer wird durch die Firma Kunst- und Naturstein Albertoni rekonstruiert und erhält eine Überdachung zum besseren Schutz vor Wettereinflüssen.

Darüber hinaus nennt der Förderkreis das kunstvoll geschmiedete Gitter „Das Menschenleben in Tiergestalt“ von Professor Laufer als ein gelungenes Restaurierungsprojekt. Das für den Gasthof der Wartburg geschaffene Objekt wurde intensiv entrostet, gerichtet, stellenweise neu verschweißt und abschließend oberflächenbehandelt. Nach seiner Wiederherstellung erhält das Thüringer Museum Eisenach das restaurierte Gitter als Dauerleihgabe ab Sommer 2025.

Auch bei der Restaurierung von Gemälden engagiert sich der Förderkreis: So wurde das Werk „Herbstlandschaft bei Bad Berka“ von Alexander von Szpinger durch Restauratorin Nora Pfeiffer instandgesetzt und kürzlich an das Thüringer Museum übergeben. Ein weiteres Bild des Malers Heinrich Zügel mit dem Titel „Rinder“ befindet sich derzeit in der Restaurierung. Diese Initiativen versteht der Vorstand des Vereins als Impuls für die weitere Instandsetzung beschädigter Kunstwerke im Hinblick auf das 125-jährige Bestehen der Curt Elschner-Galerie.

Zudem wurde eine Spendenaktion zur Restaurierung des Grabmals der Familie Wuth auf dem Hauptfriedhof gestartet. Bislang sind mehr als 7000 Euro für die Instandsetzung der Skulptur „Jüngling an der Himmelspforte“ zusammengekommen. Während Metallrestaurator Bernhard Mai die Arbeiten an Metallteilen bereits abgeschlossen hat, sind für das laufende Jahr steinrestauratorische Maßnahmen durch die Firma Albertoni vorgesehen.

Schließlich unterstützt der Förderkreis die Reparatur eines historischen Metallzauns in der Kurstraße durch private Spenden der Vereinsmitglieder. Die Arbeiten erfolgen in Kooperation mit Horst Biehler, der langjährige Erfahrung in Professor Laufers Werkstatt vorweisen kann.

Laut Oberbürgermeister Ihling trage der Förderkreis mit seinem leidenschaftlichen Engagement dazu bei, dass Eisenach seine historische Schönheit und kulturelle Vielfalt für gegenwärtige und kommende Generationen bewahren könne.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.5.2025
Bilder: ©Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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