30.05.2025

Erfolgreiches Miteinander: Wartburgkreis setzt verstärkt auf Sprache und Netzwerke bei Integration

Bei der Frühjahrstagung des Netzwerks Integration Wartburgkreis in Bad Salzungen betonten Fachexperten und Verantwortliche einstimmig die zentrale Rolle von Sprachkenntnissen für eine gelingende Integration. Das Netzwerk, das seit über einem Jahr besteht, sieht sich auf einem guten Weg, gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zuwanderung und Integration im Landkreis zu entwickeln.

Im Rahmen der Tagung unterstrichen die Integrationsmanager des Wartburgkreises, Ashkan Nekoueian und Kevin Rodeck, die Bedeutung einer koordinierten Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen. Sie erklärten, dass die Bündelung von Ressourcen und eine enge Abstimmung aller beteiligten Partner grundlegend seien, um Integration sowohl im Landkreis als auch überregional zu verankern.

Anlass für das Treffen war nicht nur eine Rückschau auf bisherige Ergebnisse, sondern vor allem der Blick in die Zukunft. Die Anwesenden hoben hervor, dass Integration direkt mit der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Wartburgkreises verknüpft sei. Angesichts absehbarer Veränderungen am Arbeitsmarkt und einer rückläufigen Zahl potenzieller Arbeitskräfte gelte Zuwanderung als notwendige Voraussetzung, um den Lebensstandard zu halten und den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Udo Schilling, Erster Kreisbeigeordneter des Wartburgkreises, bewertete das 2023 gestartete Integrationsmanagement als richtigen Schritt, um nachhaltige Strukturen zu etablieren. Er betonte, dass Integration in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle einnehmen werde, weshalb die enge Vernetzung der Akteure im Landkreis weiter gestärkt werden müsse.

Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, würdigte die Vorbildfunktion des Netzwerks. Sie hob hervor, dass eine Willkommenskultur entscheidend für Integration sei und wies auf die wachsende Bedeutung gemeinsamer Zusammenarbeit in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft hin. Kruppa unterstrich zudem, dass Kennnisse der Sprache nach wie vor einen zentralen Erfolgsfaktor für alle Integrationsbemühungen darstellen.

Innerhalb der Kreisverwaltung wurde Migration und Integration durch ein neu geschaffenes Amt weiter aufgewertet. Amtsleiter Oliver Koch informierte über aktuelle rechtliche Entwicklungen und berichtete über den Stand im Wartburgkreis. Franka Schulz, Vertreterin des Thüringer Ministeriums für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, stellte neue landesweite Schwerpunkte in der Integrationsförderung vor. Zudem gab Angela Schreiber, Geschäftsführerin des Jobcenters Wartburgkreis, Einblicke in jüngste Entwicklungen am Arbeitsmarkt, während Inna Querengässer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Sicht auf bundesweite Herausforderungen erörterte.

Die vorgestellten Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitsgruppen belegten laut Veranstaltern das Potential starker Zusammenarbeit im Netzwerk Integration. Die Integrationsmanager äußerten abschließend, das Netzwerk könne auf seiner bereits etablierten Basis weiterentwickelt und die Integration im Landkreis damit erfolgreich vorangebracht werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.5.2025
Foto: Landratsamt Wartburgkreis
Veröffentlicht am von , Redakteur

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