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Erhaltung trifft auf Anerkennung: Gelbvieh als gefährdete Nutztierrasse 2025 ernannt

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) hat das Gelbvieh zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2025“ ernannt. Diese Entscheidung zielt darauf ab, auf den deutlichen Rückgang dieser Rinderrasse aufmerksam zu machen und den Erhalt von Nutztierrassen in Deutschland zu fördern. Laut GEH gibt es derzeit nur noch rund 2.500 Gelbvieh-Rinder in Deutschland, ein dramatischer Rückgang im Vergleich zu 800.000 Tieren im Jahr 1950.

Seit 1984 setzt sich die GEH für die Bewahrung gefährdeter Nutztierrassen ein, indem sie jedes Jahr eine Rasse von ihrer Roten Liste auswählt. Diese Initiative soll das Bewusstsein für die Krise des Verlustes an Biodiversität nicht nur bei Wildtieren und -pflanzen, sondern auch in der Landwirtschaft schärfen. Am Kindel im Nationalpark Hainich können Besucher zwölf Gelbvieh-Rinder auf der Ganzjahresweide beobachten, eine Initiative, die von der Nationalpark-Verwaltung geleitet wird.

Madlen Schellenberg, die verantwortliche Mitarbeiterin der Nationalpark-Verwaltung, erklärte, dass die Gruppe aus Mutterkühen besteht und im Sommer neue Kälber erwartet werden. Die Gelbvieh-Bullen haben im vergangenen Jahr die Kühe gedeckt, was nun zu einer bevorstehenden Erweiterung der Herde führen wird.

Darüber hinaus betonte Rüdiger Biehl, Leiter des Nationalparks, die wichtige Rolle dieser Weidetiere. Sie helfen, die Weideflächen als Lebensraum für seltene Tierarten wie die Gelbbauchunke und den Goldenen Scheckenfalter sowie verschiedene Vogelarten offen zu halten. Somit trägt die Erhaltung der Gelbvieh-Rasse doppelt zur Biodiversität bei, indem sie sowohl bedrohte Rassen als auch die Flora und Fauna der Umgebung schützt.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.04.2025
Foto: Nationalpark Hainich, Denny Juchem
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