08.07.2026

Erstes „Impact Battle“: Schüler aus Eisenach und Ruhla punkten mit Sozialideen

Im Maßstabwerk in Schweina haben am 1. Juli 2026 acht Schülerteams aus dem Wartburgkreis gezeigt, wie Unternehmertum mit gesellschaftlichem Nutzen zusammengeht. Beim ersten „IMPACT BATTLE Westthüringen“ präsentierten Jugendliche aus Eisenach und Ruhla ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury – von KI-Lösungen fürs Handwerk bis zu Technik gegen Mikroplastik in den Meeren. Am Ende vergab die Jury gleich zwei erste Plätze an Teams des Ernst-Abbe-Gymnasiums Eisenach.

Der Wettbewerb ist Teil des Programms „ThEx Young Entrepreneurs“ und richtete sich an Schülerinnen und Schüler, die sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen wollten. In einer vorausgehenden Projektwoche identifizierten die Teilnehmenden Probleme aus ihrem Alltag – etwa in den Bereichen Bildung, Umweltschutz, Inklusion oder Menschenrechte – und entwickelten dazu unternehmerische Lösungsansätze. Im Fokus stand dabei nicht ein möglichst hoher Gewinn, sondern ein klarer sozialer oder ökologischer Mehrwert.

Zum Finale im Maßstabwerk traten die acht besten Teams aus dem Wartburgkreis an. Vertreten waren das Ernst-Abbe-Gymnasium Eisenach, das Elisabeth-Gymnasium Eisenach sowie das Albert-Schweitzer-Gymnasium Ruhla. Die Jugendlichen stellten ihre Konzepte in kurzen, professionell vorbereiteten Präsentationen vor und mussten dabei sowohl die inhaltliche Idee als auch Umsetzbarkeit und Wirkung überzeugend darstellen.

Die Bandbreite der vorgestellten Projekte reichte von besseren Angeboten für Menschen mit Glutenunverträglichkeit über Anti-Diskriminierungsworkshops bis hin zu einer App für lebenslanges Lernen. Bewertet wurden die Ideen von einer Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaftsförderung, Gründungsnetzwerken, Kammern und Social-Entrepreneurship-Bildung. Mit dabei waren unter anderem die Wirtschaftsförderung des Wartburgkreises und der Stadt Eisenach, die Industrie- und Handelskammer Erfurt sowie das Young Founders Network und SEEd – Social Entrepreneurship Education.

Die Jury sprach von einer anspruchsvollen Entscheidung und vergab aufgrund der hohen Qualität der Beiträge zwei erste Plätze. Ausgezeichnet wurde das Projekt „HandwerkPlus“, eine KI-gestützte Plattform, die Handwerksbetriebe bei ihren Arbeitsabläufen unterstützen soll. Ebenfalls auf Platz eins landete „ThroCo“, ein Roboterkonzept zur Entfernung von Mikroplastik aus den Weltmeeren. Beide Teams kommen vom Ernst-Abbe-Gymnasium Eisenach.

Den zweiten Platz belegte die „Clean-Water-Company“ mit einem technischen Aufsatz für Frachter und Schiffe, der Plastikmüll bereits auf See einsammeln soll. Auch hier steht die Kombination aus technischer Lösung und konkretem Umweltnutzen im Mittelpunkt.

Mit dem neuen Format will die Region junge Menschen früh an Unternehmertum heranführen und gleichzeitig für gesellschaftliche Verantwortung sensibilisieren. Die Ergebnisse des ersten „IMPACT BATTLE Westthüringen“ zeigen, dass an den Gymnasien in Eisenach und Ruhla ein beachtliches Potenzial an Ideen und Engagement vorhanden ist – von digitalen Werkzeugen für lokale Betriebe bis zu global gedachten Umweltprojekten.

Für Schulen im Wartburgkreis und in Eisenach macht der Wettbewerb deutlich, wie sich Unterrichtsinhalte mit praktischen Projekten verbinden lassen: Von der Analyse gesellschaftlicher Probleme über Teamarbeit und Präsentation bis hin zu ersten Schritten in Richtung Geschäftsmodell.

Quelle: Pressemitteilung vom 08.07.2026
Fotos: Landratsamt Wartburgkreis
Veröffentlicht am von , Redakteur

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