24.06.2026

Feuerwache Eisenach modernisiert Atemschutzwerkstatt für mehr Sicherheit

Die Feuerwache in Eisenach hat ihre Atemschutzwerkstatt grundlegend erneuert. Die zentrale Einrichtung für Reinigung, Wartung und Prüfung der Atemschutzausrüstung entspricht nun dem aktuellen Stand der Technik und den gesetzlichen Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Für die Einsatzkräfte bedeutet das mehr Sicherheit im täglichen Dienst, für die Stadt eine Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes.

Die bisherige Ausstattung stammte im Kern noch aus der Zeit der Inbetriebnahme der Feuerwache im Jahr 1994. Zwar war sie immer wieder technisch nachgerüstet worden, erfüllte aber zuletzt nicht mehr vollständig die Anforderungen der Unfallversicherer und des Arbeitsschutzes. Nun wurde der Bereich im Keller der Wache umfassend umgebaut.

Zu den Baumaßnahmen gehörten eine neue räumliche Aufteilung sowie komplett erneuerte Leitungen für Elektro, Wasser, Abwasser und Luftdrucktechnik. Die Ausrüstung durchläuft die Werkstatt jetzt im Kreislaufprinzip – von der Anlieferung der verschmutzten Teile bis zur abschließenden Funktionsprüfung der gereinigten Technik.

Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die strikte Trennung von Schwarz- und Weiß-Bereich. Im Schwarz-Bereich werden kontaminierte Einsatzbekleidung und Atemschutzgeräte angenommen, die mit Ruß, Rauchgasen oder anderen Schadstoffen belastet sind. Nach der Reinigung gelangen sie ausschließlich in den Weiß-Bereich, in dem nur saubere Ausrüstung bearbeitet wird. So soll verhindert werden, dass krebserregende Stoffe aus Brandereignissen in Umkleiden, Aufenthalts- oder Schulungsräume gelangen.

Für die Reinigung wurden sogenannte Trennwandmaschinen installiert. Sie können im Schwarz-Bereich beladen und nach dem Wasch- und Spülprogramm auf der sauberen Seite entladen werden. Ein flexibel nutzbarer Trockenschrank sorgt dafür, dass Einsatzbekleidung und Atemschutztechnik nach der Reinigung schnell wieder zur Verfügung stehen.

Eine spezielle Lüftungsanlage führt die Dämpfe der verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel gezielt ab und versorgt die Räume mit Frischluft. Damit werden die Belastungen für die Mitarbeitenden in der Werkstatt reduziert und die Vorgaben des Arbeitsschutzes besser erfüllt.

Statt einzelne Teile von Hand zu tragen, kommen nun verschiedene Transportwagen zum Einsatz. Sie bringen Masken, Pressluftatmer und Schutzkleidung ergonomisch und materialschonend von Station zu Station. Am Ende des Kreislaufs steht die technische Prüfung der Geräte, etwa von Pressluftatmern, Masken und Lungenautomaten.

Oberbürgermeister Christoph Ihling bezeichnet die neue Atemschutzwerkstatt als wichtigen Schritt für den Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte. Die modernisierte Technik soll sicherstellen, dass die lebenswichtige Ausrüstung der Feuerwehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht und im Einsatzfall zuverlässig funktioniert.

In die Modernisierung der Atemschutzwerkstatt wurden insgesamt 225.000 Euro investiert. Der Freistaat Thüringen beteiligte sich auf Grundlage der Brandschutzförderung mit 57.000 Euro an den Kosten, den restlichen Betrag trägt die Stadt.

Quelle: Pressemitteilung vom 24.06.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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