Flensburg holt sich beim Wartburg Cup 2026 den Turniersieg
Die SG Flensburg-Handewitt hat sich beim Wartburg Cup 2026 in der Werner-Aßmann-Halle den Turniersieg gesichert. Am dritten und letzten Turniertag gewannen die Norddeutschen am Sonntag, 16. August 2026, ein hochklassiges Duell gegen den SC Magdeburg mit 33:32 (16:15). Es war Flensburgs dritter Sieg im dritten Spiel – und der entscheidende Erfolg bei der ersten Teilnahme am Vorbereitungsturnier in Eisenach.
Schon am frühen Sonntagnachmittag strömten zahlreiche Fans aller vier Turnierteams in die Halle am Sportpark. Im ersten Spiel des Tages trafen mit Flensburg und dem Deutschen Meister aus Magdeburg die beiden Topfavoriten direkt aufeinander. Philipp Weber eröffnete die Partie mit dem 0:1 aus Flensburger Sicht, kurz darauf stellte Elvar Jonsson auf 1:2. Beim Stand von 2:4 bot sich Lukas Mertens die Chance, ins verwaiste Flensburger Tor zu treffen, doch sein Wurf von der Mittellinie landete nur auf dem Tordach.
Flensburg hielt von Beginn an dagegen und zwang den Meister immer wieder in lange Angriffe. Nach rund zehn Minuten verkürzte Simon Pytlick auf 4:5. Um die 15-Minuten-Marke übernahm Torhüter Benjamin Buric erstmals Verantwortung, als er zwei Würfe in Serie parierte. Emil Jakobsen verpasste zunächst per Siebenmeter den Ausgleich zum 10:10, stellte aber wenig später im Alleingang genau diesen Spielstand her. Kurz vor der Pause gelang den Norddeutschen die erste Führung: Nationalspieler Marko Grgic traf mit einem kraftvollen Wurf zum 14:13, mit 16:15 für die SG ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Magdeburg den besseren Start. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert drehte die Partie und lag ab der 35. Minute knapp vorne. Flensburg blieb jedoch dran und suchte konsequent den Weg nach vorn. Einen Drei-Tore-Lauf vollendete Emil Jakobsen mit dem 22:20. Im Tempogegenstoß setzte sich der Linksaußen trotz eines Gegenspielers vor sich durch, stieg hoch wie ein Rückraumspieler und verdoppelte die Führung. Publikumsliebling Matthias Musche beendete anschließend die Torflaute des SCM mit dem 21. Treffer.
In der Schlussphase rückten die Torhüter endgültig in den Mittelpunkt. Zunächst sorgte Magdeburgs Keeper Matej Mandic für ein Ausrufezeichen, als er eine Doppelchance der frei vor ihm auftauchenden Domen Novak und Marko Grgic vereitelte. Auf der Gegenseite deutete Benjamin Buric mit einer Parade gegen Daniel Pettersson von Rechtsaußen an, dass er die letzten Minuten prägen würde.
Im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Führung nahm Buric den Magdeburgern mehrfach freie Würfe weg, die das Spiel in Richtung des Titelverteidigers hätten kippen lassen können. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen, die Führung wechselte immer wieder. In der Schlussminute hatte der SCM beim Stand von 33:32 für Flensburg noch einmal die Chance auf den Ausgleich.
Ein 33:33 hätte Magdeburg gereicht, um den Wartburg Cup erneut zu gewinnen. Bei Punktgleichheit im direkten Duell wäre als nächstes die Tordifferenz über alle drei Turnierspiele herangezogen worden – hier lag der Deutsche Meister vor dem Anwurf im Vorteil. Doch auch den letzten Wurf aus dem Rückraum entschärfte Buric und sicherte Flensburg damit den knappen Erfolg.
Mit drei Siegen aus drei Partien krönte sich die SG Flensburg-Handewitt zum Sieger des Wartburg Cups 2026. Für die Norddeutschen war es ein gelungener Abschluss der Saisonvorbereitung, für die Zuschauer in Eisenach ein weiterer Höhepunkt eines Turnierwochenendes, das bereits an den Vortagen mit den Duellen des ThSV Eisenach gegen Flensburg und Magdeburg hochklassigen Handball geboten hatte.
Für den SC Magdeburg blieb nach dem Titelgewinn im Vorjahr diesmal „nur“ der zweite Platz. Die Partie gegen Flensburg zeigte dennoch, dass der Meister auch in der neuen Saison zu den Topfavoriten zählt – und dass sich die Fans im Wartburgkreis auch künftig auf Handball auf höchstem Niveau beim Wartburg Cup einstellen können.
Quelle: Pressemitteilung vom 16.08.2026
Veröffentlicht am 17.08.2026 06:53 von Christian Wolf, Redakteur
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