Frischer Wind für Eisenach: Neuer Wirtschaftsförderer startet mit klarer Vision
In Eisenach leitet Michael Frisch als neuer Wirtschaftsförderer eine vielschichtige Modernisierung der städtischen Wirtschaftsförderung ein. Dabei bringt der erfahrene Unternehmer und Branchenkenner seine persönlichen Erfahrungen, innovative Ansätze und ein umfassendes Netzwerk ein, um die Position der Stadt als Wirtschaftszentrum in Westthüringen nachhaltig zu stärken.
Oberbürgermeister Christoph Ihling hat am 22. Mai 2025 offiziell den neuen Wirtschaftsförderer der Stadt vorgestellt. Michael Frisch, der einen Abschluss als Betriebswirt an der Berufsakademie Gera-Eisenach, heute Duale Hochschule Gera-Eisenach, erworben hat, wurde als Fachmann mit umfangreicher unternehmerischer Praxis präsentiert. Ihling würdigte Frischs Engagement, Erfahrung und Zukunftsvision und betonte, er habe die Aufgabe mit großer Tatkraft übernommen.
Frisch hatte zunächst im elterlichen Familienunternehmen, der Druckerei Frisch, Verantwortung übernommen und diese 2009 zur Medienagentur Frisch weiterentwickelt. Nach der Übergabe der Agentur an die Citydruck Erfurt GmbH gegen Ende 2024 suchte der 54-Jährige gezielt nach einer neuen Aufgabe und wechselte nun in den Verwaltungsbereich. Die neu geschaffene Stabsstelle ist direkt dem Oberbürgermeister zugeordnet, was laut Rathaus einen kurzen Entscheidungsweg und engen Austausch ermöglichen soll.
Der neue Wirtschaftsförderer benennt ein breites Spektrum an Themen, das ihn in seiner Position herausfordert. Dazu zählen neben den Auswirkungen des Strukturwandels in der Automobilbranche und der Förderung von Existenzgründungen auch die Digitalisierung städtischer Dienstleistungen, die Tourismusförderung und die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule. Laut Frisch sei gerade die Digitalisierung kommunaler Angebote für Unternehmen entscheidend, um Eisenach attraktiver für Investoren zu machen.
Die enge Verzahnung von Wirtschafts- und Standortentwicklung will Frisch zudem durch intensivere Kooperation mit der Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH erreichen. Er sieht Wirtschaftsförderung stets auch als Standortmarketing. Die Zielsetzung laute, Eisenach als einen lebenswerten, attraktiven und zukunftsfähigen Standort für Arbeit, Leben und Investitionen zu positionieren, sowohl digital als auch analog.
Als Motivation für sein Engagement verweist Frisch auf eigene Unternehmererfahrungen: Er habe in den letzten 25 Jahren zwar selten direkten Kontakt zur Wirtschaftsförderung gehabt, sehe aber darin nun die Chance, gemeinsam mit allen Beteiligten nachhaltige Entwicklungsimpulse für die Stadt zu setzen.
Zu den ersten Amtshandlungen in seiner neuen Rolle gehörte der Austausch mit wichtigen Netzwerkpartnern der Region – etwa der Wirtschaftsförderung des Wartburgkreises, der Thüringer Aufbaubank, der Leitung des Gründer- und Innovationszentrums Stedtfeld (GIS), der Agentur für Arbeit und unterschiedlichen Abteilungen der Stadtverwaltung. Zudem fanden Unternehmensbesuche und Gespräche mit dem neuen Geschäftsführer der Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH statt. Frisch zeigte auch auf Veranstaltungen wie dem Unternehmerabend des Eisenacher Gewerbevereins Präsenz.
Für die nächsten Wochen kündigte die Stadt die weitere Intensivierung der Vernetzung in Eisenach und der Wartburgregion an. Ziel sei es, die Wirtschaftsförderung als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Gründer und Investoren sichtbarer zu machen. Parallel beginne die systematische Erfassung von Leerstands- und Brachflächen sowie die engere Abstimmung zwischen Tourismusgesellschaft, Citymanagement und Wirtschaftsförderung.
Quelle: Pressemitteilung vom 22. Mai 2025
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 22.05.2025 20:04 von Christian Wolf, Redakteur
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