01.04.2026

Führung zur Herkunft der Kunstwerke: Provenienzgeschichten in der Curt-Elschner-Galerie Eisenach

Am Mittwoch, 8. April, bietet das Thüringer Museum Eisenach im Stadtschloss zwei Führungen zur Provenienzforschung in der Curt-Elschner-Galerie an. Restaurator Michael Kunze und Wissenschaftlerin Julia Kretzschmann erläutern um 12 und 17 Uhr die Eigentümergeschichte ausgewählter Kunstwerke und geben Einblicke in die wechselvolle Historie der Sammlung.

Im Fokus der Veranstaltung steht die Elschner-Kunststiftung, deren Sammlung von 70 Ölgemälden und rund 600 Grafiken nach der Auflösung in der DDR in den 1990er Jahren wiederbelebt wurde. Die Provenienzforschung klärt, wie Kunstwerke ihren Besitzer wechselten und ob sie rechtmäßig in den Bestand gelangten. Anhand von Beispielen – etwa einem Bild eines javanischen Prinzen, dessen Werke heute im Buckingham Palace hängen, oder einem Gemälde, das fälschlich Franz von Defregger zugeschrieben und beinahe verkauft wurde – werden überraschende Geschichten der Sammlung vorgestellt.

Die Curt-Elschner-Galerie, gegründet 1925 durch den Berliner Hotelier Curt Elschner, ist ein zentraler Teil des Thüringer Museums Eisenach. Die Sammlung umfasst Werke bedeutender deutscher Maler des 19. und 20. Jahrhunderts sowie internationale Stücke. Die Provenienzforschung ist ein wichtiger Bestandteil der Museumsarbeit und trägt dazu bei, die Herkunft und Geschichte der Kunstwerke transparent zu machen.

Die Führungen finden im Nordflügel des Stadtschlosses statt. Der reguläre Museumseintritt beträgt vier Euro, ermäßigt zwei Euro. Die Veranstaltung richtet sich an kunstinteressierte Eisenacherinnen und Eisenacher sowie Familien, die einen Einblick in regionale Kunstgeschichte gewinnen möchten.

Quelle: Pressemitteilung vom 01.04.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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