19.03.2025

Gedenken in Eisenach: Ein Mahnmal für verlorene Leben und bedrohte Freiheit

In der Eisenacher Weststadt versammelten sich Bürgerinnen und Bürger am 18. März 2025 zu einem besonderen Gedenken an die Opfer des Kapp-Putsches von 1920. Angeführt von Bürgermeister Steffen Liebendörfer würdigten mehrere Angehörige der städtischen Gesellschaft die Männer, die ihr Leben für Demokratie und Freiheit ließen. Liebendörfer betonte die Bedeutung des Erinnerns an die Unruhen von damals und zog Parallelen zu gegenwärtigen Herausforderungen, während der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Jonny Kraft, auf die zeitlose Wichtigkeit von Frieden und Freiheit verwies.

Vor 105 Jahren führte der Kapp-Putsch auch in Eisenach zu Unruhen, bei denen fünf unbewaffnete Arbeiter von Soldaten der Eisenacher Garnison erschossen wurden. In jedem Jahr wird am Denkmal für die Märzgefallenen ihrer gedacht, stellvertretend für all jene, die ihr Leben im Kampf für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte opferten. Liebendörfer hob hervor, dass Gedenken auch heute noch geboten sei, um sich den Realitäten des Unrechts zu stellen.

In seiner Ansprache forderte Jonny Kraft die Anwesenden auf, aus der Vergangenheit zu lernen und verantwortungsvoll mit der heutigen Freiheit umzugehen. Angesichts aktueller weltweiter Konflikte, insbesondere des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges, fragte Kraft, ob die Errungenschaften der Vergangenheit angesichts neuer Bedrohungen Bestand haben. In diesem Zuge appellierte er an die Anwesenden, für Demokratie und Frieden zu kämpfen und die Freiheit, unter deren Deckmantel wenige Mächtige Einfluss gewinnen, nicht leichtfertig aufzugeben. Sein Anliegen war, den Schrecken des Krieges und der Kämpfe um die Freiheit für künftige Generationen abzumildern.

Abschließend gedachte die Versammlung der historischen Tragödie mit einer Schweigeminute, legte einen Kranz und Nelken am Denkmal nieder und bekräftigte das gemeinsame Bestreben, den Kampf für Frieden und Freiheit fortzuführen.

Quelle: Pressemitteilung vom 19. März 2025
Foto: Stadtverwaltung Eisenach (Bürgermeister Steffen Liebendörfer (rechts), der Vorsitzende der Eisenacher SPD, Jonny Kraft (Mitte), und Marcel Brader, Vorsitzender des Stadtverbands der Partei Die Linke gedenken der Eisenacher Opfer des Kapp-Putsches)
Veröffentlicht am von , Redakteur

Kommentare