13.04.2026

Gedenkveranstaltung erinnert an Opfer des KZ-Außenlagers „Emma“ bei Eisenach

Am Samstag, 11. April, fand am Gedenkstein an der Landstraße zwischen Eisenach-Ost und Hötzelsroda eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Emma“ statt. In unmittelbarer Nähe befand sich ab April 1944 ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, in dem Häftlinge im Flugzeugmotorenwerk von BMW am Dürrerhof unter extremen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden. Bereits ab 1941/42 hatte das Werk Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene für die Produktion von Flugzeugteilen eingesetzt.

Die Gedenkveranstaltung wurde gemeinsam von der Stadtverwaltung Eisenach, dem Bündnis gegen Rechtsextremismus, der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde und dem Deutschen Gewerkschaftsbund organisiert. Anlass war der 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald. Neben Bürgermeister Steffen Liebendörfer sprachen Jörg Rumpf vom Bündnis gegen Rechtsextremismus und Pfarrer Armin Pöhlmann zu den Anwesenden. Ein gemeinsames Gebet schloss die Veranstaltung ab.

Bürgermeister Liebendörfer erinnerte in seiner Ansprache an die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge, die täglich zwölf Stunden in den Werkhallen verbringen mussten. Die Häftlinge waren gezwungen, für die Produktion des Jagdflugzeugs „Würger“ der Firma Focke-Wulf zu arbeiten. Liebendörfer betonte die Bedeutung der Menschenwürde und verwies auf die Verantwortung, auch in der heutigen Zeit wachsam gegenüber Verletzungen der Menschenrechte zu bleiben.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.04.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
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