28.10.2025

Gemeinschaft im Fokus: Begegnungstag 'Nebenan angekommen' bringt Menschen in Eisenach zusammen

Im Eisenacher Ortsteil Neukirchen fand am 24. Oktober 2025 der Begegnungstag des Förderprogramms „Nebenan angekommen“ der Thüringer Ehrenamtsstiftung statt. Ziel der Veranstaltung war es, das zivilgesellschaftliche Engagement in Thüringen sichtbar zu machen und Austausch sowie kulturelles Miteinander zu fördern. Etwa 80 Teilnehmende informierten sich über Initiativen, die in verschiedenen Regionen Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte in Nachbarschaften integrieren.

Für einen musikalischen Auftakt sorgte der ukrainische Chor „Rasom“ aus Eisenach. Alexandra Sauer von der Thüringer Ehrenamtsstiftung und der Eisenacher Oberbürgermeister Christoph Ihling begrüßten die Gäste. Ihling hob die Bedeutung des Ehrenamts für Integration und gesellschaftliche Teilhabe hervor und würdigte die oft wenig sichtbare, aber nachhaltige Arbeit freiwillig Engagierter.

Ein Impulsvortrag von Dr. Bertram Triebel und Jessika Fichtel, beide aus dem Gründungsteam des Kulturhauses Neukirchen, widmete sich dem Thema „Zusammenleben im Quartier – Kultur-Räume und Teilhabe gestalten“. Sie sprachen über die Rolle gemeinschaftlich genutzter Orte bei der Förderung von Integration und Nachbarschaft. Im Rahmen sogenannter Engagement-Pitches stellten verschiedene Initiativen aus der Region ihre Projekte vor und präsentierten die Vielfalt ehrenamtlichen Engagements. Ein begleitendes Informationsangebot gab Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung.

Am Abend wurde der Dokumentarfilm „Nach der Flucht“ gezeigt, der das Ankommen und Engagement aus Sicht Erfurter Nachbarschaftsinitiativen thematisiert. Im Anschluss diskutierte Héloise Laurent vom Deutschen Familienverband Thüringen mit den Anwesenden. Gemeinsames Musizieren rundete die Veranstaltung ab.

Das Förderprogramm „Nebenan angekommen“ existiert seit 2016 und unterstützt Projekte, die Integration, Teilhabe und Willkommensstrukturen in Thüringen stärken. Mit zehn Standorten und mehr als 1000 geförderten Projekten richtet sich das Programm an Initiativen und Vereine, die sich für Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte engagieren. Ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement ist das Kulturhaus Neukirchen, das ursprünglich abgerissen werden sollte und heute als Treffpunkt für Austausch und Zusammenleben dient. Möglich wurde dies durch die Gründung einer Genossenschaft und die Unterstützung der Stadt Eisenach.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.10.2025
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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