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Gemeinschaftsaktion in Eisenach: Bürger pflanzen Tausende Blumenzwiebeln für Artenvielfalt

In Eisenach haben am 14. November 2025 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Oberbürgermeister Christoph Ihling rund 2000 Blumenzwiebeln gesetzt. Die Pflanzaktion fand im Park der Begegnungen an der Stregdaer Allee sowie auf der Grünfläche des Kreisverkehrs in der Thälmannstraße statt. Beteiligt waren Kinder der Mosewaldschule, Lernende der German Professional School, Anwohner, Nationalparkführerinnen aus dem Hainich, Mitglieder von sozialen Initiativen und die Stadträtin Gisela Rexrodt. Ziel der Aktion ist es, Wildblumenwiesen zu fördern und die Artenvielfalt in der Stadt zu steigern.

Laut Oberbürgermeister Ihling soll das gemeinsame Pflanzen das Bewusstsein für die Bedeutung von Wildblumen- und Wildkräuterwiesen stärken. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden und kündigte an, die Aktion im kommenden Jahr fortzusetzen. Im Frühling wolle man sich das Ergebnis gemeinsam anschauen. Silke Schilling vom städtischen Grünflächenmanagement betonte zudem den ökologischen Nutzen: Die Frühjahrsblüher wie Narzissen, Tulpen und Lilien sollen als Futterquelle für Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge dienen und die Grünflächen naturnah gestalten.

Im Unterschied zu herkömmlichen Rasenflächen, die acht bis zehn Mal jährlich gemäht werden, werden Wildblumen- und Wildkräuterwiesen nur zweimal im Jahr geschnitten. Dies biete Insekten und Vögeln bessere Lebensbedingungen, erklärte das Grünflächenmanagement. Hundehalter wurden darauf hingewiesen, dass die gepflanzten Blumenzwiebeln für Hunde giftig sein können.

Der Park der Begegnungen erinnert auch an die sieben Partnerstädte Eisenachs. Dafür wurden entlang der Mittelachse sieben Großbäume gepflanzt. Städte wie Marburg, Sedan, Sárospatak und Waverly haben sich bereits mit eigenen Beiträgen an der Gestaltung beteiligt. Darüber hinaus stehen Aufenthaltsbereiche mit Sitz- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung, die als Treffpunkt für Menschen verschiedener Herkunft dienen.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen fördert die Maßnahmen im Rahmen des Projekts „Bienenfreundliches Eisenach erlebbar machen“ mit 400.000 Euro. Damit werden Maßnahmen zur Klimaanpassung auf sieben Flächen mit insgesamt 22.500 Quadratmetern in Eisenach unterstützt, darunter auch der Kartausgarten, der Goethegarten und der Westplatz. Interessierte Bürger können sich weiterhin am Projekt beteiligen oder Blumenzwiebeln spenden.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.11.2025
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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  • Florian Wolf · vor 23 Tagen
    Ich finde es eine tolle Möglichkeit Kinder an die Problematik heran zu führen. Vielleicht machen es die späteren Generationen besser als wir !!!
  • IAH · vor 25 Tagen
    Na, da können ja im nächsten Jahr mit gutem Gewissen alle anderen Grünflächen weiterhin geschreddert werden, sobald sich ein paar Blüten zeigen! 
    Grünflächenmanagement ... ein trauriger Witz.