23.04.2026

Geplante Wasserstofftankstelle nahe A4: Eisenach prüft drei Standorte

In Eisenach wird die Errichtung einer Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr vorbereitet. Geplant ist die Versorgung mit grünem Wasserstoff aus Bad Langensalza, drei Standorte in Autobahnnähe zur A4 werden derzeit geprüft. Oberbürgermeister Christoph Ihling sieht darin eine Chance, den Wirtschaftsstandort im Bereich nachhaltiger Mobilität und Energie zu stärken.

Das Vorhaben zielt vor allem auf logistikintensive Unternehmen und den Güterverkehr. Nach Angaben der Stadt sind für das Projekt bereits zentrale Partner eingebunden: die Boreas Energie GmbH als Projektentwickler, ein Wasserstofflieferant, ein erster Logistikbetrieb als Abnehmer sowie ein Tankstellenbetreiber. Auf dieser Basis wird aktuell ein Förderantrag beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr vorbereitet. Ziel ist es, Fahrzeuge und Infrastruktur gemeinsam aufzubauen und wirtschaftlich tragfähig zu betreiben.

Vorgestellt wurde das Projekt bei einer Informationsveranstaltung zur Wasserstoffmobilität am Mittwoch, 22. April, in der Stadtverwaltung. Auf dem Markt konnten Interessierte einen wasserstoffbetriebenen Lkw aus Sachsen sowie eine mobile Wasserstofftankstelle aus nächster Nähe erleben und mit Fachleuten ins Gespräch kommen.

Für die Wirtschaftlichkeit der geplanten Station sind nach Angaben von Tobias Wätzel, Projektentwickler bei Boreas Energie, mindestens zehn Lkw nötig, die täglich Wasserstoff tanken. Boreas betreibt bundesweit Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Überschüssiger Strom, der nicht ins Netz eingespeist wird, wird in Batteriespeichern zwischengespeichert und zur Herstellung von Wasserstoff genutzt.

Unternehmen aus Eisenach und der Region, die sich für den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen interessieren oder mehr über das Projekt erfahren möchten, können sich an den Wirtschaftsförderer der Stadt, Michael Frisch, wenden. Die Kontaktdaten sind auf der städtischen Internetseite im Bereich Wirtschafts­förderung zu finden.

Parallel zum geplanten Wasserstoffprojekt wird in Eisenach die Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge weiter ausgebaut. Erst kürzlich wurden zusätzliche Ladepunkte an 23 Standorten im Stadtgebiet in Betrieb genommen, unter anderem im City-Parkhaus an der Uferstraße und an Schnellladestandorten wie dem Heinrich-Ehrhardt-Platz und in Hötzelsroda. Damit entsteht schrittweise ein breiteres Angebot an alternativen Antrieben für Unternehmen und Pendler.

Quelle: Pressemitteilung vom 23.04.2026
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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