05.05.2026

Glasfaserausbau in Ruhla: Spatenstich für 2.945 Hausanschlüsse

In Ruhla ist der Startschuss für eines der größten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre gefallen: Am 04.05.2026 erfolgte im Ortsteil Kittelsthal der symbolische Spatenstich für den flächendeckenden Glasfaserausbau im gesamten Stadtgebiet. Die Glasfaser Plus GmbH will innerhalb von zwei Jahren insgesamt 2.945 Glasfaseranschlüsse bis direkt ins Haus realisieren, der Baustart ist noch für den Mai 2026 vorgesehen.

Beim offiziellen Auftakt betonte Bürgermeister Stefan Hartung die Bedeutung des Projekts für Ruhla. Glasfaser stehe für schnelles und stabiles Internet, das für die Bürgerinnen und Bürger zunehmend unverzichtbar sei. Neben der höheren Lebensqualität verwies Hartung auch auf den Effekt für den Immobilienmarkt: Moderne Anschlüsse könnten den Wert von Häusern und Wohnungen steigern, weil sie den Zugang zu digitalen Angeboten im Alltag, im Homeoffice und in der Freizeit sichern.

Geplant ist, dass GlasfaserPlus in Ruhla sogenannte FTTH-Anschlüsse („Fiber to the Home“) umsetzt. Das bedeutet, dass die Glasfaserleitung nicht nur bis zum Verteilerkasten in der Straße, sondern direkt bis ins Gebäude geführt wird. Insgesamt sollen so 2.945 Adressen im Stadtgebiet an das Netz angebunden werden. Welche Straßenzüge und Ortsteile in welcher Reihenfolge gebaut werden, ist in der Instagram-Mitteilung der Stadt noch nicht im Detail aufgeführt.

Für Eigentümerinnen und Eigentümer ist vor allem eine Frist entscheidend: Während der aktiven Ausbauphase kann eine Immobilie ohne zusätzliche Kosten an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Voraussetzung ist, dass für den jeweiligen Standort ein Glasfaser-Tarif bei einem beteiligten Telekommunikationsanbieter gebucht wird. Die GlasfaserPlus benötigt dafür lediglich die Genehmigung, den Hausanschluss auf dem Privatgrundstück herstellen zu dürfen.

Die eigentliche Beauftragung läuft über den gewählten Anbieter: Kundinnen und Kunden schließen dort einen Glasfaservertrag ab, der Telekommunikationsanbieter nimmt anschließend Kontakt mit GlasfaserPlus auf und klärt die technischen Details sowie die Grundstücksgenehmigung. Für die Eigentümer bedeutet das: Der Bau des Anschlusses wird über den Tarifvertrag angestoßen, ein separater Auftrag an GlasfaserPlus ist nicht nötig.

Wer erst nach Abschluss der Ausbauphase einen Glasfaseranschluss wünscht, muss mit deutlich höheren Kosten rechnen. In der Mitteilung wird als Beispiel die Deutsche Telekom genannt: Dort fallen für einen nachträglichen Hausanschluss in der Regel einmalig 999,95 Euro an. Die kostenfreie Verlegung während der Bauphase ist daher für viele Haushalte der finanziell attraktivste Zeitpunkt, sich langfristig an das Glasfasernetz anbinden zu lassen.

Für Rückfragen und Tarifberatung verweist die Stadt auf die Deutsche Telekom. Informationen zum Glasfaserausbau und zu verfügbaren Tarifen gibt es online unter der Adresse telekom.de/glasfaser. Persönliche Beratung ist im Telekom Shop in der Karlstraße 7 in Eisenach möglich. Zusätzlich stehen kostenfreie Hotlines zur Verfügung: Privatkundinnen und -kunden erreichen die Telekom unter 0800 22 66 100, Firmenkundschaft unter 0800 33 06 709.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.05.2026
Bilder: ©ruhla_info, Instagram
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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