Glasfaserausbau startet: Gerstungen rüstet 3.800 Haushalte für Gigabit-Internet
In der Gemeinde Gerstungen ist der Startschuss für den flächendeckenden Glasfaserausbau gefallen. Am Baulager in Marksuhl setzten Vertreter der Gemeinde und der beteiligten Unternehmen den symbolischen Spatenstich für eines der größten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre. Rund 3.800 Haushalte in Gerstungen und acht weiteren Ortsteilen sollen bis 2028 einen direkten Glasfaseranschluss mit Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s erhalten. Den Auftakt der Bauarbeiten macht der Ortsteil Sallmannshausen.
Zum Starttermin am Baulager in Marksuhl waren Bürgermeister Daniel Steffan, die Ortsteilbürgermeister Cliff Börner (Marksuhl) und Mathias Richter (Gerstungen) sowie Mitglieder des Ortsteilrates Marksuhl vor Ort. Ebenfalls vertreten waren Fachleute der Deutschen Telekom, der GlasfaserPlus und des bauausführenden Unternehmens Fiber Experts Deutschland GmbH. Mit dem offiziellen Spatenstich beginnt die praktische Umsetzung eines Projekts, das die digitale Infrastruktur der gesamten Gemeinde auf ein neues Niveau heben soll.
Die ersten Tiefbauarbeiten starten am Montag, dem 13. April 2026, in Sallmannshausen. Von dort aus wird der Ausbau schrittweise auf die weiteren Ortsteile ausgeweitet: Burkhardtroda, Marksuhl, Oberellen, Unterellen, Lauchröden, Neustädt und Untersuhl. Insgesamt sollen rund 50 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und 44 neue Netzverteilerkästen errichtet werden. Der Abschluss der Arbeiten ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
Mit den neuen Anschlüssen erhalten Privathaushalte und Betriebe in der Gemeinde Zugang zu stabilen Internetverbindungen mit Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s. Der Ausbau erfolgt in Zusammenarbeit mit der Fiber Experts Deutschland GmbH, die nach Angaben der Gemeinde auf moderne und möglichst bürgerfreundliche Bauverfahren setzt. Ziel ist es, Einschränkungen für Anwohner und Verkehr so gering wie möglich zu halten, während die Leitungen in Straßen und auf Privatgrund verlegt werden.
Für die Gemeinde Gerstungen reiht sich das Projekt in eine Reihe von Glasfaser-Initiativen in der Region ein, etwa in Wutha-Farnroda, Bad Liebenstein oder der Eisenacher Innenstadt. Auch dort werden derzeit großflächig Leitungen verlegt, um Haushalte und Unternehmen an schnelle Netze anzubinden. Die Erfahrungen aus diesen Vorhaben zeigen, dass Glasfaseranschlüsse nicht nur die Internetqualität verbessern, sondern auch die Attraktivität von Wohn- und Gewerbestandorten stärken können.
Wer wissen möchte, ob der eigene Anschluss bereits im Ausbaugebiet liegt oder direkt einen Tarif buchen will, kann dies online prüfen. Informationen zu Verfügbarkeit und Produkten stellt die Deutsche Telekom unter der Adresse www.telekom.de/glasfaser bereit. Dort lässt sich auch nachvollziehen, welche Bandbreiten künftig am jeweiligen Standort möglich sind.
Für Bürgerinnen und Bürger in Gerstungen und den Ortsteilen bedeutet der Glasfaserausbau in den kommenden Jahren vor allem zweierlei: zeitweise Baustellen vor der Haustür – und im Gegenzug die Aussicht auf deutlich schnellere Verbindungen für Homeoffice, Streaming, Schule und Betrieb. Wer den Anschluss nutzen möchte, sollte sich frühzeitig über Tarife und Vertragsbedingungen informieren, damit der Glasfaserzugang direkt nach Fertigstellung der Leitungen zur Verfügung steht.
Quelle: Pressemitteilung vom 14.04.2026
Foto: Gemeinde Gerstungen
Veröffentlicht am 14.04.2026 12:05 von Christian Wolf, Redakteur
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