Gummersbach setzt sich in Eisenach durch – ThSV verpasst Wende trotz Aufholjagd
Der VfL Gummersbach hat am 30. Spieltag der Handball-Bundesliga einen wichtigen Auswärtssieg beim ThSV Eisenach gefeiert. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen setzten sich mit 34:30 durch und behaupteten damit ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte. Eisenach verpasste es hingegen, seine Heimstärke auszuspielen, und blieb zum dritten Mal in Folge ohne Punktgewinn.
Frühe Führung als Schlüssel
Gummersbach erwischte vor 2.800 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Werner-Aßmann-Halle den besseren Start. Bereits nach sechs Minuten lagen die Gäste mit 4:1 in Führung und behaupteten diese bis zur Halbzeitpause (16:13). Nationalspieler Julian Köster und Rückraumspieler Miro Schluroff setzten früh Akzente, während der ThSV im Angriff Probleme hatte, Lösungen gegen die kompakte Deckung der Gäste zu finden.
Nach der Pause zeigte Eisenach mehr Durchschlagskraft – vor allem Marko Grgic war mit insgesamt 13 Toren (davon sechs per Siebenmeter) der auffälligste Spieler bei den Thüringern. In der 48. Minute gelang dem ThSV erstmals der Ausgleich zum 24:24. Die Stimmung in der Halle kochte, doch die Gastgeber schafften es nicht, das Momentum zu nutzen. Ein möglicher Führungswechsel blieb aus.
Die Entscheidung fiel in den letzten fünf Minuten: Gummersbach, angeführt vom überragenden Miro Schluroff (8 Tore, 5 Assists), setzte sich mit einem 4:0-Lauf von 28:28 auf 32:28 ab. Auch Torhüter Dominik Kuzmanovic spielte eine zentrale Rolle. Mit 13 Paraden entschärfte er mehrere freie Würfe der Eisenacher und gab seinem Team in den kritischen Phasen Sicherheit.
Trainer Misha Kaufmann kritisierte nach dem Spiel die Defensivleistung in der Schlussphase und forderte mehr Mut und Konsequenz im Abschluss. Eisenach bleibt auf Rang 11 der Tabelle und muss nun auf einen versöhnlichen Saisonabschluss hoffen. Gummersbach hingegen festigt mit dem Auswärtserfolg seine Position im Mittelfeld.
Veröffentlicht am 18.05.2025 20:25 von Christian Wolf, Redakteur
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