03.05.2025

Hannover bezwingt Eisenach – Topspiel mit Brisanz, Emotionen und zwei Roten Karten

Die TSV Hannover-Burgdorf hat am 2. Mai 2025 einen wichtigen Auswärtssieg in der Handball-Bundesliga eingefahren. Beim ThSV Eisenach setzten sich die Niedersachsen vor 2.800 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Werner-Aßmann-Halle mit 31:26 (19:11) durch und behaupteten damit Tabellenplatz drei – mit weiterem Blick auf die europäischen Startplätze.

Die Gäste erwischten einen Traumstart, führten bereits in der 7. Minute mit 5:1 und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf 19:11 aus. Maßgeblich daran beteiligt war das starke Zusammenspiel von Spielmacher Marian Michalczik mit Kreisläufer Thomas Solstad, während Keeper Simon Gade mehrfach glänzend parierte. Auf Seiten der Eisenacher fand Matija Spikic im Tor zunächst kaum ins Spiel und musste acht Gegentreffer in Folge passieren lassen, ehe er erstmals einen Ball abwehrte.

Nach der Pause stellte der ThSV mit Altmeister Silvio Heinevetter im Tor um und zeigte eine deutlich engagiertere Leistung. Heinevetter brachte das Publikum mit starken Paraden zurück ins Spiel und brachte Hannover zwischenzeitlich ins Wanken. Nach einem 9-Tore-Rückstand (11:20) kämpfte sich Eisenach auf 20:23 (45.) heran.

Besonders im Fokus stand Eisenachs Nationalspieler Marko Grgic, der trotz eines bevorstehenden Wechsels zur SG Flensburg-Handewitt im Sommer 2026 erneut mit sieben Treffern bester Werfer seines Teams war. Die Partie wurde zunehmend hitziger: Nach einem Foul an Grgic sah Hannovers Lukas Stutzke in der 44. Minute die Rote Karte. Nur eine Minute später folgte auch Eisenachs Peter Walz nach einem Ellenbogenkontakt mit Renars Uscins. Letzterer avancierte mit ebenfalls sieben Toren zum Topscorer der TSV.

Die entscheidende Phase leitete Hannovers zweiter Torwart Joel Birlehm ein, der in der Schlussviertelstunde gleich mehrfach stark parierte – darunter drei gehaltene Siebenmeter und eine entscheidende Szene gegen Grgic beim Stand von 27:24. Im Gegenzug traf Uscins zum 28:24, womit die Partie entschieden war.

Für Eisenach war es nach aufopferungsvollem Kampf in Halbzeit zwei ein Spiel mit dem Prädikat „den Schalter zu spät umgelegt“. Der Rückstand aus der ersten Hälfte erwies sich als zu hoch. Trainer Misha Kaufmann und sein Team boten dem Favoriten im zweiten Durchgang zwar Paroli, konnten aber keine Punkte mehr retten.


Veröffentlicht am von , Redakteur

Kommentare