14.10.2025

Historisches Flair für Eisenach: Umgestaltung des Bachdenkmals gestartet

In Eisenach haben die Arbeiten zur Neugestaltung des Frauenplans rund um das Bachdenkmal begonnen. Ziel ist es, das Umfeld des Denkmals in Anlehnung an das Erscheinungsbild vor 1950 zu erneuern. Anlass für die Maßnahme sind Schäden an den Natursteinmauern, die eine umfassende Sanierung erforderlich machen. Die Stadtverwaltung verfolgt damit den Plan, sowohl den historischen Charakter zu bewahren als auch den Platz vor dem denkmalgeschützten Monument des Bildhauers Adolf von Donndorf aufzuwerten.

Ein wesentlicher Teil der Arbeiten ist das Zurücksetzen der Mauern und des Gitters, das den Bereich um das Denkmal umgibt. Das historische Gitter wird im Auftrag des Förderkreises zur Erhaltung Eisenachs restauriert, wobei Elemente des Eisenacher Metallbildhauers Günter Laufer wiederverwendet werden. Anfallende Steine aus dem Rückbau der Mauern sollen laut Stadtverwaltung für die Sanierung der Mauer hinter dem Denkmal sowie für weitere Maßnahmen am nahegelegenen Kartausgarten genutzt werden. Für die Flächen rund um das Denkmal ist zudem ein historisch passendes Pflaster vorgesehen, das den Anforderungen des Denkmalschutzes entspricht.

Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt zum Teil aus Spendenmitteln. Bereits im Vorfeld hat das Eisenacher Bachhaus Gelder für neue Bänke im Bereich des Bachdenkmals gesammelt. Oberbürgermeister Christoph Ihling erklärte, dass angesichts des bevorstehenden 350. Geburtstags von Johann Sebastian Bach ein „dringendes Bedürfnis“ bestehe, diesen Ort denkmalgerecht und würdig herzustellen. Die Arbeiten werden von Mitarbeitenden des städtischen Bauhofs in Eigenleistung durchgeführt.

Die Sanierung basiert auf einem Entwurf des Eisenacher Architekten Max von Trott zu Solz aus dem Jahr 2020. Dieser sieht vor, dass der Rückbau der Grünfläche das Denkmal künftig besser vor Feuchtigkeit schützt und so den Bewuchs durch Flechten reduziert. Dies diene insbesondere dem Erhalt der Bronze, um neue Patina oder Krusten zu vermeiden. Das Denkmal selbst war erst 2019 restauriert worden.

Für die Arbeiten liegt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung vor. Die Stadt plant, die Sanierungsmaßnahme bis zum Bachgeburtstag im Jahr 2026 abzuschließen. Zum Abschluss der Bauarbeiten sollen sowohl das Bachdenkmal als auch das angrenzende Relief der heiligen Cäcilie wieder vollständig erlebbar sein.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.10.2025
Abbildung: Stadtverwaltung Eisenach
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