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In Eisenach aufgewachsen: Valentina Busik ist Miss Germany 2025 – Einsatz für bessere Patientenaufklärung durch KI

Valentina Busik ist die neue Miss Germany 2025. Die 27-jährige Ärztin aus Gießen überzeugte Jury und Publikum beim Finale am 23. Februar 2025 im Europa-Park Rust mit ihrer Mission, medizinische Fachinformationen durch Künstliche Intelligenz (KI) zugänglicher zu machen.

Busik arbeitet als Assistenzärztin in der Dermatologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) und ist dort auch als KI-Projektleiterin tätig. Ihr besonderes Anliegen ist die Entwicklung von KI-gestützten Avataren, die ärztliche Diagnosen und Therapiepläne in bis zu 40 Sprachen verständlich erklären können. Die Avatare sollen Patienten dabei helfen, die oft komplexen medizinischen Informationen in ihrem eigenen Tempo aufzunehmen – eine Innovation, die gerade in der Onkologie von großer Bedeutung sein könnte.

„Ich habe nur 15 Minuten pro Patient, um eine Krebsdiagnose mitzuteilen. Viele Menschen können diese lebensverändernden Informationen in so kurzer Zeit nicht verarbeiten“, erklärt Busik. Ihr Ziel ist es, Empathie und Technologie zu verbinden, um Patienten nach einer Diagnose nicht mit ihren Ängsten und Fragen allein zu lassen.

Busik wurde in Kasachstan geboren und kam als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland. In Eisenach besuchte sie das Elisabeth-Gymnasium und legte dort ihr Abitur mit der Note 1,4 ab. Nach dem Medizinstudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen spezialisierte sie sich auf Dermatologie mit einem Fokus auf Dermatoonkologie. Neben ihrer klinischen Tätigkeit engagiert sie sich in der Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der Dermatologie (AGN) e.V. sowie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, wo sie in der Arbeitsgruppe „Digitale Medizin“ mitwirkt.

Ihr Karriereweg zeigt nicht nur ihre medizinische Expertise, sondern auch ihren unternehmerischen Geist. Sie setzt sich für den digitalen Wandel im Gesundheitswesen ein und möchte moderne Technologien nutzen, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Seit 2020 steht Miss Germany nicht mehr für klassische Schönheitsideale, sondern für Frauen mit gesellschaftlicher Mission. Busik trat in der Kategorie „Female Mover“ an – einer Sparte für Frauen in männerdominierten Berufsfeldern – und setzte sich schließlich als Gesamtsiegerin durch. Die Wahl erfolgte erstmals per Publikumsabstimmung über soziale Medien.

Mit ihrem Titel als Miss Germany 2025 möchte sie die Aufmerksamkeit auf ihr KI-Projekt lenken und neue Netzwerke knüpfen. „Technologie und Empathie müssen Hand in Hand gehen“, betont sie. Ihr Ziel ist es, ein Gesundheitssystem mitzugestalten, in dem niemand hilflos das Arztzimmer verlässt.


Foto: Instagram @valentinabusik
Veröffentlicht am von , Redakteur

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