Kämpferischer ThSV Eisenach trotzt Flensburg trotz Niederlage
In einem intensiven Handballspiel in der ausverkauften Werner-Aßmann-Halle hat der ThSV Eisenach am 16. Oktober 2025 dem Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt phasenweise Paroli geboten, musste sich jedoch am Ende mit 32:38 (20:23) geschlagen geben. Vor 2.850 Zuschauern überzeugten die Gastgeber insbesondere durch ihre kämpferische Einstellung sowie taktische Anpassungen und wurden nach dem Spiel mit stehenden Ovationen verabschiedet.
Die Partie begann mit einem emotionalen Höhepunkt: Torjäger Marko Grgic, der im Sommer zur SG Flensburg-Handewitt gewechselt war, wurde vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet. Grgic war zuvor als einer der erfolgreichsten Torschützen Eisenachs in Erscheinung getreten. Trotz des frühen 8-Tore-Rückstands kämpften sich die Eisenacher mit einer Umstellung auf eine offensive 3:3-Abwehr wieder zurück in die Begegnung und verkürzten zwischenzeitlich den Rückstand auf zwei Tore.
Trainer Sebastian Hinze begründete die taktische Maßnahme mit dem Versuch, den Flensburger Spielfluss zu stören. Wichtige Impulse kam insbesondere durch Tore im Tempospiel und mehrere Treffer ins verwaiste Gehäuse der Gäste. Kapitän Peter Walz und Rückraumspieler Stephan Seitz führten die Aufholjagd an. Das Engagement der Eisenacher und die lautstarke Unterstützung der Zuschauer sorgten für eine außergewöhnliche Heimspiel-Atmosphäre.
In der Schlussphase zeigte sich die individuelle Klasse der SG Flensburg-Handewitt. Ex-Eisenacher Marko Grgic beendete mit seinen achten und neunten Treffern die Aufholbemühungen der Gastgeber. Flensburgs Trainer Ales Pajovic hob die Kontrolle seines Teams und das konzentrierte Auftreten in entscheidenden Momenten hervor. Eisenachs Trainer Hinze lobte das Team für den Kampfgeist, merkte jedoch an, dass das eigene Leistungsniveau nicht ganz erreicht wurde.
Abseits des sportlichen Geschehens wurden Spenden in Höhe von jeweils 1.000 Euro an drei lokale Organisationen sowie fast 900 Euro für den Nachwuchs des ThSV Eisenach übergeben. Statistisch dominierten bei Flensburg Emil Jakobsen (11 Treffer) und Marko Grgic (9 Tore), während bei Eisenach Stephan Seitz (8) und Oskar Joelsson (5/5 Siebenmeter) herausstachen.
Quelle: ThSV vom 17.10.2025
Veröffentlicht am 17.10.2025 13:58 von Christian Wolf, Redakteur
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