Kritischer Punkt erreicht: Rechtsstreit um Verkehrsader „Trasse“ stockt
Der gegenwärtige Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bahn und dem Land Thüringen blockiert die dringend notwendige Sicherung der zentralen Verkehrsader "Trasse" bei Gerstungen, einer wichtigen Verbindung zwischen Oberellen und Gerstungen. Die bereits halbtags gesperrte Straße ist durch eine baufällige Stützmauer bedroht und könnte weiter verfällen, während ein längerwährendes juristisches Verfahren eine Lösung verzögert.
Am 20. Januar 2025 besuchte der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte die besagte Trasse, um sich ein Bild vom Zustand der Straße zu machen. Begleitet wurde Hirte von Joana Heinemann, der Ersten Beigeordneten der Gemeinde Gerstungen, sowie dem Bauamtsleiter Thomas Hennicke. Laut Hirte muss der Konflikt zwischen der Deutschen Bahn und dem Land Thüringen, der sich momentan in der Berufung vor dem Oberlandesgericht Jena befindet, geklärt werden. Die erste Instanz endete mit einer Niederlage der Deutschen Bahn, die daraufhin Berufung eingelegte. Ein genauer Zeitpunkt für eine Entscheidung in zweiter Instanz ist noch unklar.
Bürgermeister Daniel Steffan warnt, dass das Problem nicht ignoriert werden dürfe. Er fordert rasche Aktionen sämtlicher Beteiligter, um zu verhindern, dass die Trasse weitere Verfallserscheinungen zeigt, insbesondere im Kontext der Entwicklungen 35 Jahre nach dem Mauerfall.
Udo Schilling, Erster Beigeordneter des Wartburgkreises, plant, das Anliegen bei den nächsten regelmäßigen Gesprächen mit dem Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur anzusprechen. Es besteht ein dringender Bedarf an Konzepten, die von der Gemeinde und dem Landkreis gemeinsam entwickelt werden sollen, unabhängig vom Ausgang des Gerichtsverfahrens.
Quelle: Instagram @gerstungen744 vom 20.1.2025
Foto: Büro Christian Hirte
Veröffentlicht am 21.01.2025 18:52 von Christian Wolf, Redakteur
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