Kultur belebt Städtefreundschaft: Fritz Reuter verbindet Eisenach und Stavenhagen
Der Förderverein Reuter-Museen blickt zum Jahresende 2025 auf eine umfangreiche und erfolgreiche Tätigkeit zurück. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 engagiert sich der Verein für die fünf Reuter-Museen und Gedenkstätten in Eisenach, Altentreptow, Dömitz, Neubrandenburg und Stavenhagen. Durch finanzielle Unterstützung, Hilfe beim Erwerb von Museumsgütern sowie die Förderung wissenschaftlicher Publikationen setzt sich der Verein für die Vermittlung von Leben und Werk des Schriftstellers Fritz Reuter ein.
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen und das Reuter-Wagner-Museum in Eisenach. Die Reuter-Villa in Eisenach dokumentiert Reuters Werdegang vom gescheiterten Studenten und Gefangenen bis hin zu einem der anerkanntesten Schriftsteller seiner Epoche. Ehrenamtliche Mitglieder widmen sich hier der Archivierung und Transkription zahlreicher Manuskripte und Briefe, der Organisation von Führungen und Vorträgen sowie der wissenschaftlichen Aufarbeitung. Ein besonderes Engagement zeigt das Ehepaar Räder, das sich sowohl für die Vereinsorganisation als auch für die Forschung rund um Fritz Reuters Zeit in Eisenach einsetzt.
Der Verein organisierte im Jahr 2025 mehrere Besuche in Eisenach, bei denen unter anderem das Grab von Fritz und Luise Reuter auf dem Hauptfriedhof geehrt sowie das Reuter-Wagner-Museum und die Predigerkirche besucht wurden. Begleitend zu den Museumsaktivitäten fand ein Sinfoniekonzert im Landestheater statt. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in der Reutervilla wurde außerdem eine Lesung mit musikalischer Begleitung durchgeführt, die positive Resonanz fand. Zu den Programmpunkten zählte auch eine Führung in der Gedenkstätte „Goldener Löwe“, einem historischen Ort der Sozialdemokratie, den auch Fritz Reuter zu Lebzeiten frequentierte.
Die freundschaftliche Verbindung zwischen Stavenhagen und Eisenach nimmt durch den Förderverein konkrete Gestalt an: Neben gegenseitigen Besuchen gibt es Austauschprogramme für Schulklassen und gemeinsame Projekte. Für diese Zusammenarbeit dankt der Vereinsvorstand insbesondere der Stadt Eisenach, der ehrenamtlichen Beigeordneten Heike Apel-Spengler und dem Verein „Freunde des Thüringer Museums“.
Positiv bewertet der Förderverein das Engagement der Stadt Eisenach für den Erhalt des Reuter-Wagner-Museums. Sanierungsarbeiten an der geschichtsträchtigen Villa am Fuß der Wartburg wurden in die Wege geleitet, wobei der Vorstand auf noch ausstehende Herausforderungen im baulichen und finanziellen Bereich hinweist. Auch in Zukunft will der Verein die literarischen und humanistischen Verdienste Fritz Reuters – einem der Begründer der neueren niederdeutschen Literatur – sowie dessen Einsatz für die plattdeutsche Sprache einem möglichst breiten Publikum vermitteln.
Quelle: Pressemitteilung vom 08.12.2025
Bilder: ©Heike Lämmerhirt, Renate Drefahl - Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 08.12.2025 12:06 von Marcus Schütz, Fachredakteur

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