02.05.2025

Kunstvolle Rückkehr: Römische Vestalin ziert erneut Schloss Wilhelmsthal

Das Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach hat mit der Rückkehr einer römischen Vestalin als Gipsabguss einen bedeutenden Beitrag zur lokalen Kunstgeschichte erhalten. Die Figur wurde zum Auftakt der Schlossfestspiele in den historischen Telemannsaal wieder integriert, nachdem das Original im 20. Jahrhundert verloren gegangen war. Eine Spende des Förderkreises Schlossanlage Wilhelmsthal e.V. in Höhe von 3.500 Euro ermöglichte die Neuanschaffung.

Die Skulptur geht zurück auf eine Aufstellung um das Jahr 1800 im Telemannsaal, als Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach die Schlossanlage umgestalten ließ. Der ehemals barocke Saal erhielt bei dieser Umgestaltung eine klassizistische Ausstattung, in deren Mittelpunkt die Vestalin in der Kaminnische stand. Diese kunstvolle Figur wurde von Bildhauer Friedrich Wilhelm Eugen Döll nach einer Kopie des römischen Originals von Jean-Antoine Houdon geschaffen. Bekannt ist, dass von Dölls Gips-Vestalin mehrere Exemplare existieren, so auch in Schloss Friedenstein in Gotha, Schloss Heidecksburg in Rudolstadt und auf der Insel Stein im Wörlitzer Park.

Das Wilhelmsthaler Exemplar ging im letzten Jahrhundert verloren, konnte jedoch durch die finanzielle Unterstützung des Förderkreises nun wiederhergestellt werden. Eine Spezialfirma in Dresden fertigte den Gipsnachguss an, der der historischen Vorlage treu bleibt.

Quelle: Pressemitteilung vom 2.5.2025
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
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