Legendäre Horch-Oldtimer verzaubern Eisenach: Jahrestreffen 2025 voller Glanz und Geschichte
Das Jahrestreffen 2025 des Horchclub Deutschland verwandelte Eisenach Mitte Juni in eine Bühne automobiler Geschichte. Über vier Tage feierten fast 80 Teilnehmende mit 25 seltenen Horch-Fahrzeugen nicht nur technische Meisterleistungen, sondern setzten auch emotionale und erinnerungsreiche Akzente an historischen Schauplätzen.
Vom 12. bis 15. Juni 2025 fand das Jahrestreffen des Horchclub Deutschland in Eisenach statt. So sei Eisenach für den verstorbenen Automobilhistoriker Prof. Kirchberg ein idealer Ort für ein solches Treffen gewesen. Seinem Wunsch habe sich das Organisationsteam um Enrico Martin, Direktor der Automobilen Welt Eisenach, angenommen. Wochenlange Vorbereitungen seien der Veranstaltung vorausgegangen, um Teilnehmern und Gästen ein authentisches und abwechslungsreiches Programm zu bieten.
Der Auftakt des Treffens erfolgte am Donnerstag mit der Anreise der Teilnehmer und ersten informellen Begegnungen. Am Freitag startete das offizielle Programm mit einer gemeinsamen Ausfahrt nach Oberdorla, dem geografischen Mittelpunkt Deutschlands. Am historischen Opfermoor führte der Veranstalter die Gäste laut Pressemitteilung an einen Ort, an dem lokale Mythen und Geschichte miteinander verwoben seien.
Für das weitere Programm habe das Team eigens die Naumannstraße in Eisenach sperren lassen, um den eindrucksvollen Horch-Oldtimern eine adäquate Präsentationsfläche zu bieten. Auch wenn die geplante Fischgrätenaufstellung aus platztechnischen Gründen nicht wie vorgesehen realisiert werden konnte, hätten die Gäste die Klassiker aus nächster Nähe bestaunen können. Martin und sein Team hätten damit ein offenes und zugängliches Oldtimer-Erlebnis geschaffen.
Anschließend trafen sich die Gäste zum gemeinsamen Genuss Thüringer Spezialitäten, ehe ein Besuch im Museum „automobile welt eisenach“ auf dem Programm stand. Mit sachkundigen Führungen und historischen Details bot das Museum laut Veranstalter reichlich Raum für Erinnerungen an eine Zeit, in der Automobilbau als Handwerkskunst galt. Nachmittagskaffee und Kuchen im Ehrhardt-Saal boten Gelegenheit zum Austausch mit direktem Blick auf die Wartburg.
Der Samstag führte die Teilnehmenden zur Gedenkstätte Point Alpha bei Geisa, einem bedeutenden Ort der deutsch-deutschen Geschichte. In Gruppen informierten sich die Gäste über die Vergangenheit der innerdeutschen Grenze und erhielten Einsichten in die Themen Versöhnung, Mut und Menschlichkeit.
Ein Höhepunkt des Treffens bildete der Samstagabend mit einer Gala im Penta Hotel Eisenach. Unter dem Motto der 1920er Jahre präsentierten die Organisatoren ein Unterhaltungsprogramm, das Casino-Atmosphäre mit Showtanz und kurzen Theaterdarbietungen verband. Die aufgereihten Horch-Wagen auf dem Hotelparkplatz hätten für ein einmaliges Ambiente gesorgt. Clubpräsident Klaus Kramer bezeichnete das Treffen als „Gefühl“ und betonte die besondere Atmosphäre des Wochenendes. Martin wurde für sein Engagement mit zwei Flaschen Horch Sonderedition gewürdigt.
Die Veranstaltung endete am Sonntag mit einem gemeinsamen Besuch der Wartburg. An dem geschichtsträchtigen Ort hätten sich die Teilnehmenden verabschiedet – mit dem Gefühl, Teil eines besonderen Kapitels deutscher Automobilgeschichte geworden zu sein.
Aus Sicht der Organisatoren und Teilnehmer habe Eisenach sich in diesen Tagen nicht nur als Gastgeber, sondern als lebendige Bühne für Begeisterung, automobile Tradition und Erinnerungen präsentiert.
Quelle: AWE vom 16.6.2025
Foto: Automobile Welt Eisenach
Veröffentlicht am 16.06.2025 10:56 von Christian Wolf, Redakteur
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