14.01.2026 ❤️2

NABU fordert besseren Herdenschutz für Nutztiere in Thüringen

Die aktuellen Zahlen des Thüringer Umweltministeriums zeigen, dass Nutztierhaltende im Freistaat weiterhin Schwierigkeiten haben, ihre Herden ausreichend vor Übergriffen durch Wölfe und Hunde zu schützen. Besonders betroffen sind Tiere in Gatterhaltung wie Damwild, Muffelwild und Rotwild, aber auch Rinder waren im Jahr 2025 vermehrt Ziel von Angriffen. In keinem der gemeldeten Fälle lag ein optimaler Herdenschutz vor, wie aus der Statistik hervorgeht.

Laut NABU Thüringen sind Herdenschutzmaßnahmen bei Rinder- oder Pferdehaltung zwar nicht verpflichtend, dennoch könnten moderne Techniken auch hier wirksam vor Rissereignissen schützen. Silvester Tamás vom NABU Thüringen betont, dass sich viele Tierhaltende, insbesondere bei Wild in Gatterhaltung, noch nicht ausreichend auf die Rückkehr des Wolfes eingestellt hätten. Auch Hunde seien immer wieder für Übergriffe verantwortlich.

Der NABU fordert die Landesregierung auf, den Herdenschutz weiter auszubauen und Weidetierhaltende gezielt zu beraten und zu unterstützen. Ein Herdenschutz-Zentrum für Beratung, Schulung und Austausch wird als wichtige Maßnahme angesehen, um Menschen im ländlichen Raum zu entlasten. Die Organisation spricht sich zudem klar gegen eine Jagd auf Wölfe aus und sieht darin keine Lösung für die bestehenden Konflikte.

Für Familienbetriebe und Landwirte in Eisenach und dem Wartburgkreis bleibt der effektive Schutz ihrer Tiere ein zentrales Thema. Die Debatte um den Wolf betrifft damit nicht nur Naturschutz, sondern auch die wirtschaftliche Sicherheit vieler regionaler Betriebe.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.01.2026
Foto: NABU
Veröffentlicht am von , Redakteur

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