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NABU sucht „Wilde Inseln“ – auch in Gärten rund um Eisenach

Mit dem Start in die Gartensaison ruft der NABU Thüringen dazu auf, mehr wilde Ecken in Gärten, auf Dorfplätzen und in Städten stehen zu lassen. Unter dem Titel „Wilde Inseln“ können auch Menschen in Eisenach und im Wartburgkreis naturnahe Bereiche anlegen oder einfach bewusst dulden – und sich diese Flächen vom Verband mit einer Plakette auszeichnen lassen.

Die Idee dahinter: Kleine, weitgehend sich selbst überlassene Bereiche schaffen Lebensraum für Insekten, Vögel, Eidechsen und viele heimische Pflanzenarten. „Einfach ein paar dicke Äste als Totholzhaufen aufschichten, einen Steinhaufen stapeln oder ein paar Kräuter wie Brennnessel, Wilde Möhre, Gundermann, Dost oder eine wilde Wiese stehen lassen, das macht nicht viel Arbeit und bietet Lebensraum für Insekten und andere Tiere“, erklärt Katharina Johnsen vom NABU Thüringen. Schon wenige Quadratmeter im Garten, auf dem Hof oder am Haus reichen aus, wenn dort möglichst wenig eingegriffen wird.

Nach Angaben des Verbandes geht es darum, in ansonsten stark gepflegten und „aufgeräumten“ Flächen wieder mehr Struktur zuzulassen. Bleiben Ecken mit Totholz, Steinen und Wildpflanzen stehen, entstehen Rückzugsräume für Flora und Fauna. Laut Johnsen fördert das nicht nur die Artenvielfalt in Wohngebieten, sondern sorgt auch dafür, dass wieder häufiger Eidechsen zu sehen sind, Vögel im Gebüsch singen und sich unterschiedliche Pflanzenarten mischen dürfen.

Die Aktion läuft thüringenweit: Wer eine solche Wilde Insel anlegt oder bereits hat, kann sie beim NABU Thüringen melden und erhält auf Wunsch eine Plakette für das Grundstück. Bisher wurden landesweit rund 222 Flächen ausgezeichnet, insgesamt über 24 Hektar sind so schon als „Wilde Insel“ registriert. Die Bandbreite reicht von privaten Gärten über Flächen in Dörfern bis hin zu Bereichen mitten in der Stadt.

Für Menschen in Eisenach und den umliegenden Gemeinden bietet die Aktion einen niedrigschwelligen Einstieg in den Artenschutz direkt vor der Haustür. Gefragt sind vor allem Bereiche, in denen heimische Pflanzen wachsen dürfen und in die möglichst selten eingegriffen wird – egal ob am Reihenhaus, auf dem Firmengelände oder auf Gemeinschaftsflächen im Ort. Wer sich beteiligen möchte, findet auf der Projektseite des NABU Thüringen Informationen zur Anmeldung und zu den Kriterien für die Auszeichnung.

Der Verband betont, dass solche wilden Ecken ein Baustein gegen den Rückgang vieler Arten sind. Schon einfache Maßnahmen wie das Stehenlassen von Wildkräutern, das Anlegen eines Totholzhaufens oder eines lockeren Steinhaufens können dazu beitragen, mehr Lebensräume in Siedlungen zu schaffen – und damit die biologische Vielfalt auch in Eisenach und im Wartburgkreis zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.04.2026
Foto: NABU
Veröffentlicht am von , Redakteur

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