Neue Laderschaufel-Bänke erinnern im Wartburgkreis an die Geschichte des Kalibergbaus
Entlang des Werratal-Radwegs sind im Wartburgkreis und im benachbarten Landkreis Hersfeld-Rotenburg vier neue Laderschaufel-Bänke aufgestellt worden. Die erste Bank wurde am 25. März 2026 in Dankmarshausen feierlich eingeweiht. Das Projekt ist Teil der Initiative „Leben oben. Leben unten. Digitales Erleben im Kalirevier an der Werra“ und wurde im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Kaliregion 2.0“ umgesetzt.
Die Bänke bestehen aus ehemaligen Schaufeln, die einst im Kalibergbau eingesetzt wurden, und dienen nun als Rastpunkte für Radfahrer und Wanderer. Jeder Standort thematisiert einen eigenen Aspekt der Kaligeschichte: In Dankmarshausen wird an den früheren Grenzbahnhof und die Verbindung zwischen Ost und West erinnert, während in Tiefenort die Verbindung von Kaliindustrie und Sport im Mittelpunkt steht. In Philippsthal wird das Berufsbild des Bergmanns im Wandel der Zeit beleuchtet, und in Heringen geht es um die technische Entwicklung im Bergbau.
Mit den neuen Bänken soll die Bedeutung des Kalibergbaus für die Region sichtbar gemacht werden. Landrat Dr. Michael Brodführer betonte, dass die Installationen nicht nur Erinnerungsorte seien, sondern auch neue touristische Anlaufpunkte schaffen. Auch Landrat Torsten Warnecke aus Hersfeld-Rotenburg hob hervor, dass das Projekt die Identität der Region stärkt und ein greifbares Ergebnis für Besucher bietet.
Die Einweihung in Dankmarshausen wurde von Grußworten, einem Rückblick auf das Projekt und einem symbolischen Anradeln begleitet. Das länderübergreifende Vorhaben soll den Strukturwandel in der Kaliregion unterstützen und die regionale Identität stärken. Durch die Verbindung von Industriekultur und Tourismus entstehen neue Möglichkeiten, die Geschichte des Kalibergbaus entlang des Radwegs zu entdecken.
Quelle: Pressemitteilung vom 27.03.2026
Foto: Landratsamt Wartburgkreis
Veröffentlicht am 27.03.2026 11:59 von Christian Wolf, Redakteur
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