Neuer Defibrillator am Feuerwehrhaus stärkt Notfallversorgung in Förtha
Im Gerstunger Ortsteil Förtha steht seit dem 29. September 2026 ein neuer öffentlich zugänglicher Defibrillator zur Verfügung. Das Gerät wurde am Gerätehaus der Ortsteilwehr montiert und im Beisein von Ortsteilbürgermeister Frank Michalowski, Bürgermeister Daniel Steffan und der Landtagsabgeordneten Ulrike Jary offiziell vorgestellt. Hintergrund ist die vergleichsweise lange Anfahrtszeit der Rettungsdienste nach Förtha, das zwischen zwei Rettungsbereichen liegt.
Bei medizinischen Notfällen können in Förtha bislang mindestens zehn Minuten vergehen, bis ein Rettungswagen eintrifft. Auch die Freiwillige Feuerwehr wird immer wieder zu solchen Einsätzen gerufen. Der neue automatisierte externe Defibrillator (AED) soll die Erste-Hilfe-Möglichkeiten im Ort verbessern, indem er bei Herz-Kreislauf-Stillständen schnelle Unterstützung bietet. „Ich bin froh, dass wir diesen Defibrillator nun in unserem Dorf haben. Natürlich hoffen wir, dass er möglichst nie zum Einsatz kommen muss. Aber wenn er gebraucht wird, ist es gut zu wissen, dass schnelle Hilfe direkt vor Ort zur Verfügung steht“, sagte Ortsteilbürgermeister Frank Michalowski bei der Vorstellung.
Finanziert wurde das Projekt überwiegend aus Mitteln des Freistaats Thüringen. Die Anschaffung des Defibrillators samt Wandschrank wurde zu 80 Prozent aus Überschüssen der Staatslotterien über das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie gefördert. Die restlichen 20 Prozent des Eigenanteils übernahm der Förthaer Unternehmer Sebastian Scheuch, dessen Unterstützung von Gemeinde und Ortsteil ausdrücklich hervorgehoben wurde.
Landtagsabgeordnete Ulrike Jary dankte dem privaten Engagement und verwies zugleich auf die Bedeutung der Technik für die Bevölkerung. Sie betonte, dass ihr wichtig gewesen sei, sich vor Ort zeigen zu lassen, wie das Gerät im Ernstfall bedient wird. Für Laien sind moderne AEDs so konzipiert, dass sie mit klaren Sprach- und Bildanweisungen durch die Anwendung führen und nur dann einen Stromstoß auslösen, wenn dies medizinisch erforderlich ist.
Bürgermeister Daniel Steffan bedankte sich bei allen Beteiligten, die das Vorhaben möglich gemacht haben, und unterstrich den Sicherheitsgewinn für den Ortsteil. Mit dem neuen Gerät am Feuerwehrhaus verfügt Förtha nun über eine zusätzliche Option, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken – ein Baustein, der die Notfallversorgung im Wartburgkreis ergänzt, nachdem bereits andere Kommunen in der Region verstärkt auf öffentlich zugängliche Defibrillatoren setzen.
Quelle: Pressemitteilung vom 29.09.2026
Foto: Gemeinde Gerstungen
Veröffentlicht am 30.09.2026 06:37 von Christian Wolf, Redakteur
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