Neuer Infopunkt bei Heuthen: Totholz und Naturpark am Unstrut-Leine-Radweg entdecken
Am Radweg zwischen der Unstrutquelle in Kefferhausen und Geisleden gibt es seit Ende August einen neuen Stopp für Ausflügler: Direkt an der Wasserscheide Elbe–Weser bei Heuthen informiert eine neu eingerichtete Infostelle über die Bedeutung von Totholz im Wald und über die Landschaftsräume des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal. Der Platz richtet sich vor allem an Radfahrende und Spaziergänger, die den Unstrut-Leine-Radweg für Touren durch die Region nutzen.
Die Anlage setzt zwei Schwerpunkte. Eine Tafel widmet sich dem Thema Totholz und zeigt den natürlichen Kreislauf im Wald: Abgestorbene Bäume und morsche Äste werden als Lebensraum und Nahrungsquelle für Pilze, Insekten, Vögel und Pflanzen beschrieben. Gleich daneben liegt eine mächtige Buche, die vor zwei Jahren im Zuge der Verkehrssicherung gefällt wurde und nun als anschauliches Beispiel für Totholz direkt vor Ort dient.
Die zweite Tafel gibt einen Überblick über den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Besucher erhalten dort einen kompakten Einblick in die drei prägenden Landschaftsräume Eichsfeld, Hainich und Werratal. Die Darstellung soll Lust machen, von der Radroute aus weitere Touren in die Umgebung zu planen – etwa zusätzliche Abstecher zu Aussichtspunkten, Wanderwegen oder weiteren Informationsstellen im Naturparkgebiet.
Entstanden ist der neue Rast- und Infopunkt in Kooperation der Waldgenossenschaft „Waldinteressenten Heuthen“ mit der Naturparkverwaltung Eichsfeld-Hainich-Werratal. Zur offiziellen Übergabe am 27. August trafen sich Vertreterinnen und Vertreter beider Partner direkt am Radweg. Für die Waldgenossenschaft waren unter anderem Katharina Hey und Stephan Kruse vor Ort. Sie hoben hervor, dass ein „aufgeräumter“ Wald nicht automatisch ein gesunder Wald ist und dass Totholz eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt spielt.
Von Seiten der Naturparkverwaltung betonte Uwe Müller, zuständig für Tourismus und Kommunikation, die Bedeutung des Radwegs für den regionalen Radtourismus und die Naherholung. Mit der neuen Infostelle werde der Weg nicht nur um einen attraktiven Rastplatz ergänzt, sondern auch um ein Angebot zur Umweltbildung, das direkt an der Strecke liegt und ohne Umwege genutzt werden kann.
Für Familien und Freizeitsportler aus dem Wartburgkreis und dem benachbarten Eichsfeld bietet der neue Punkt damit eine weitere Möglichkeit, eine Tour auf dem Unstrut-Leine-Radweg mit einer kurzen Pause und einem Blick auf die Natur vor der eigenen Haustür zu verbinden. Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kann die Tafeln unkompliziert in die Routenplanung einbauen – etwa als Zwischenstopp auf einer Halbtages- oder Tagestour zwischen Kefferhausen, Heuthen und Geisleden.
Quelle: Pressemitteilung vom 02.09.2026
Fotos: Naturparkverwaltung
Veröffentlicht am 02.09.2026 11:44 von Christian Wolf, Redakteur

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